Tiefen und Höhen

Josie

36 32-49 Minuten 0 Kommentare
Tiefen und Höhen

Tiefen und Höhen

Gero Hard

Noch bevor ich richtig aus dem Rattansessel hochkam, hatte Chris bereits den Summer gedrückt. Ich hörte Stimmen, erst leise, dann lauter werdend. Stimmen, die ich nur zu gut kannte.
Mein Schatz hatte heimlich ein paar lange Gespräche mit meinen Eltern geführt, an dessen Ende er sie eingeladen hatte, uns zu besuchen. Es war ihm einfach wichtig, für klare Verhältnisse zwischen ihnen und mir zu sorgen, bevor er mir einen Antrag machen wollte. Mein Vater stand da, mit einem Blumenstrauß in der Hand und meine Mutter mit Tränen in den Augen. Blut ist eben doch dicker als Wasser und es brauchte keine Worte der Entschuldigung, um uns lange in den Armen zu liegen. Uns allen war auch ohne große Worte klar, wie dumm wir uns nach der Aktion mit dem Dreier verhalten hatten.

Shiva und Marc. Die beiden hatten sich gesucht und gefunden. Ja ich weiß, der Zufall wollte es so. Und wäre Ela nicht gewesen, ich wüsste nicht, ob die beiden wirklich ein Paar geworden wären. Nun ist es, wie es eben ist. Zwischen ihnen gibt es ein magnetisches Feld, was sie immer wieder zusammenzieht.
Gutes Stichwort! Das haben sie nämlich schnell getan, ‚zusammenziehen‘ meine ich. Und zwar in meiner ‚alten‘ Wohnung im Penthouse. Die hatte dann doch wesentlich mehr Luxus als die Altbauwohnung von Marc. Mal abgesehen davon, dass Chris die Miete unvergleichlich günstig ansetzte.
Ihr Kampfsportstudio floppte trotz perfekter Lage zu Anfang. Die jungen Frauen, auf die Shiva ihre große Hoffnung gesetzt hatte, blieben weg. Die Gruppen waren nur kleine Grüppchen. Und auch die Trainingseinheiten, die nach Altersgruppen aufgeteilt waren, wurden doch eher spärlich besucht.
Zeitungsanzeigen und Rundfunkwerbung wurde geschaltet, Flyer wurden dort ausgelegt, wo sich vorzugsweise Jugendliche, junge Erwachsene, bzw. junge Mütter tummelten. Dazu gehörten Kindergärten und Schulen genauso, wie McDonalds und Diskotheken.

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