Timo - Kapitel 1

Vom Himmel geschickt

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Timo - Kapitel 1

Timo - Kapitel 1

Gero Hard

Es ist Ihnen wirklich ernst oder?“

„Ja Frau Kommissarin, ist es. Das Schicksal der Kinder und von Frau Berger hat mich berührt. Ich fahre gleich in die Klinik.“

„Ok Herr Schüttler, wir melden uns bei Ihnen. Handynummer habe ich ja. Und vielen Dank für alles.“

„Ist doch mein Beruf.“ zucke ich mit den Schultern.

Die Kommissarin nimmt die Geschwister an die Hand und zieht sie mit zum Polizeiwagen. Es versetzt mir einen Stich ins Herz, sie bitterlich weinen zu sehen. Ängstlich und flehend sehen sie mich an, während sie sich im Fond des Fahrzeuges anschnallen müssen. Ihre Augen fragen: „Warum hilfst du uns denn nicht?“  

Ich komme mir vor, als würde ich sie im Stich lassen, doch dabei würde ich jetzt nichts lieber tun, als mich um Emma und Peter kümmern, aber ich darf leider nicht. Sie sind sich in diesem Augenblick als Geschwister näher als je zuvor in ihrem noch so jungen Leben. Sie spüren das selbst und halten sich fest an den Händen.

Beide Polizisten nicken mir kurz zu, setzen sich in ihren Dienstwagen und rauschen davon. Die Kinder sehen mich über ihre Schultern hinweg durch die Heckscheibe an. In ihrem Blick ist Traurigkeit, Verzweiflung und Angst.

Auf die Burg zieht mich nichts mehr. Ich will nur noch nach Hause. Duschen, umziehen, und dann ins Krankenhaus zu Julia. Im Kopf kreisen die Bilder von ihr. Wieso war ihr Kreislauf zusammengebrochen, wieso hatte ihr Herz aufgehört zu schlagen? Wie sie im Gras lag, verdreht, ungewöhnlich. Hoffentlich schafft sie es.

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Auf die Intensivstation dürfen sonst nur nahe Angehörige. Aber Julia Berger hat niemanden mehr. Zumindest weiß ich von keinen. Ihre Tochter war zusammen mit ihrem Mann tödlich verunglückt und von weiteren Verwandten hatten die Kinder nichts erzählt. Keine anderen Onkel oder Tanten.

Nach einigem Zureden haben mich die Ärzte zu ihr gelassen. Hellgrüne Hauben über Schuhen und Haare,

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