Timo - Kapitel 1

Vom Himmel geschickt

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Timo - Kapitel 1

Timo - Kapitel 1

Gero Hard

„Ist bestimmt nur die Polizei, wir wollen gleich zu euch nach Hause fahren und ein paar Sachen holen. Was zum Anziehen, Schlafanzüge, Zahnbürste und bisschen was an Spielzeug.“  beruhige ich die Kinder, die sich sofort entspannen.

Zusammen mit Frau Wagner komme ich ins Wohnzimmer zurück, wo sie sich sofort zwischen die Kinder setzt. Sie kann gut mit ihnen umgehen, das ist mir heute Morgen schon aufgefallen.

„Na ihr zwei, ist der Onkel Schüttler denn auch nett zu euch?“ lächelt sie die Kids an. Emma nickt eifrig.

„Dann ist es ja gut. Dann brauch ich den Onkel ja nicht im Gefängnis einsperren.“ zieht sie die Kleine an sich heran und gibt ihr ein Küsschen auf den Kopf.

„Nein, bitte nicht“ mischt sich Peter ein, „dann müssen wir wieder zu den anderen Eltern. Und da ist es doof.“

„Keine Sorge, ich werde mich dafür einsetzen, dass ihr solange hierbleiben dürft, wie Herr Schüttler das möchte.“

„Timo“ berichtige ich sie. „Ihr beide dürft ‚Timo‘ zu mir sagen. Und Sie von mir aus auch, Frau Wagner.“

„Das finde ich gut, dann bitte Sandra in Zukunft.“

„Ok Sandra, darf ich dich auf einen Kaffee einladen? Ich habe frischen aufgesetzt. Und für euch beiden einen heißen Kakao?“

„Au ja“ kommt freudig von den Kindern, „Danke, gern“ von Sandra.

Eine knappe Stunde später stehen wir in Julias Wohnung. Es ist eine kleine Drei-Zimmer-Wohnung. Sie selbst hat zugunsten der Kinder auf ein Schlafzimmer verzichtet und schläft offensichtlich auf der Couch.

Irgendwie hatten die Zwerge wohl die Hoffnung, ihre Oma könnte inzwischen wieder zu Hause sein und suchten sie in den Zimmern, kommen dann aber schnell enttäuscht und traurig wieder zurück.

Ich knie mich hin und nehme beide fest in den Arm. Sandra steht mit feuchten Augen da und sieht uns zu.

„Timo, du machst das echt super. Ich bin froh, dass Emma und Peter bei dir sein dürfen. Hoffentlich wird mein Verlobter auch mal so mit unseren Kindern umgehen.“

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