Ich schweife ab. Warum komme ich eigentlich immer wieder von Julia auf Sandra … es ist, weil Julchen mir wirklich
das Gefühl gibt, dass sie zu mir gehört und ich zu ihr. Jetzt auch, beim Packen, ihr Blick, der mir unter die Haut geht.
Die wenigen Worte: „… ich liebe dich“, die sie mit ihrer warmen Stimme sagt und dabei so viel Zuneigung rüberbringt. Es sind viele kleine Momente, die mir auffallen, die meinen Schatz so einzigartig machen.
Jetzt noch die Jacke auf die Tasche, dann ist es vollbracht. Julchen steht vor mir, ihre Hände auf meiner Brust, wieder dieser liebevolle Blick, eine Fingerspitze, die über meine Lippen streicht. Dann legt sie ihre Arme um meine Brust, legt ihren Kopf an meine Schulter. Spätestens jetzt weiß ich, dass ich mir um sie keine Sorgen machen muss. Sie schafft das, wie sie es die letzten Jahre auch geschafft hat, einfach deshalb, weil sie es musste. Sie ist stark und ich muss das jetzt auch sein.
Zeit zum Frühstücken. Es ist unsere gemeinsame Zeit. Julia hat mir verraten, dass es ihr wichtig ist, die Familie zu diesen Zeiten zusammenzuhalten. Wie ein Ritual, dass den Zusammenhalt stärken soll. Zeit sich auszutauschen, Probleme zu besprechen oder Sorgen und Nöte. Niemand verlässt den Tisch, bevor nicht alle mit Essen fertig sind. Und ich unterstütze das, weil ich diese Momente, wie sie, für sehr wichtig halte.
Genug des sentimentalen Geschreibsels. Ich bin, darauf würde ich jedenfalls wetten, der glücklichste Mensch in der Stadt. Neben Julchen natürlich und den Kindern.
Nach dem Frühstück spielen Peter und ich noch etwas Fußball im Garten, bolzen die olle Lederpelle ein wenig hin und her. Nicole, Emmas Puppe, bekommt wohl zum hundertsten Mal die Haare gebürstet. Und Julia liegt entspannt auf einer der Liegen mit einem Buch in der Hand. Nein, nicht irgendeines, es ist MEIN Fitzek, den sie anscheinend spannender findet als ich.
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