Überall gibt es Programm, Spiele, Fitness, Musik und Tanz, man kann einkaufen, an Deck spazieren gehen. Aber unser wichtigstes Date haben wir als Familie heute beim Kapitän. Wir mussten einen der Stewards bitten, uns einen Termin zu besorgen.
Natürlich wollte der Schiffsführer mehr über uns erfahren, um eine entsprechende Trauansprache zu verfassen. Fast zwei Stunden saßen wir zusammen und haben alle Details besprochen. Sylvester, 0.00 Uhr, fand er eine außergewöhnliche, aber grandiose Idee. Morgen Abend also wird es so weit sein, dann werden mein Julchen und ich Mann und Frau sein.
Der Tag schleicht dahin, während unsere Anspannung steigt. Noch nie vorher war ich so aufgeregt wie jetzt. Nicht mal bei der Hochzeit mit Ulrike. Julchen geht es genauso. Sie ist schon blass geworden und hat ständig kalte Hände. Ihr Lächeln sieht etwas gequält aus. Aber nicht, weil sie zweifelt, sondern weil sie die innere Spannung aufwühlt. Das ganze Programm auf dem Schiff schafft es nicht uns abzulenken. Nur die Kinder sind begeistert. So wie ich die kleine Bande kennengelernt habe, ist das auch nicht besonders schwierig.
Der Kapitän hatte uns angeboten, Emma und Peter den Tag über unter Aufsicht einer der Angestellten zu lassen, damit wir etwas Zeit für uns hätten.
Wir haben gevögelt, als gäbe es kein Morgen mehr. Logisch, oder? Einen Tag ohne Risiko, bei der schönsten Nebensache der Welt gestört werden zu können. Über zwei Stunden ging das, mit kleinen Unterbrechungen natürlich. Keine blaue Pille hätte mich länger durchhalten lassen können. Bei meinem letzten Abgang kam nur noch die berühmte ‚heiße Luft‘. Julia‘s Muschel war knallrot und geschwollen, ihre inneren Schamlippen wund und blutunterlaufen. Nicht, weil uns möglicherweise langweilig gewesen oder wir sexuell ausgehungert wären. Nein, die Anspannung und Aufregung haben uns hemmungslos wie Tiere übereinander herfallen lassen.
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