Timo - Kapitel 2

Vom Himmel geschickt

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Timo - Kapitel 2

Timo - Kapitel 2

Gero Hard

Starr vor Schreck stehen die Zwerge kurze Zeit später mit respektvollem Abstand am Krankenbett ihrer Oma. Emma hat dicke Tränen in den Augen und klammert sich fest an meine Hand. „Onkel Timo, ist sie tot?“, fragt sie mich ängstlich. Auch Peter sieht mich an. Vermutlich lag ihm die gleiche Frage auf der Zunge, hat sich aber nicht getraut sie zu stellen. Ich hocke mich hin und nehme beide in den Arm.

„Nein, keine Sorge. Sie schläft nur ganz tief, damit sie wieder Kraft sammeln kann und schnell wieder gesund wird. Seht ihr den hüpfenden Punkt auf dem Bildschirm und hört ihr den Piepton? Das ist der Herzschlag eurer Oma. Nehmt einfach mal ihre Hand. Sie ist ganz warm und eure Oma wird spüren, dass ihr bei ihr seid.“

Emma und Peter stehen eng beieinander, dicht am Bett von Julia, beide nehmen ihre Hand und halten sie. Die jeweils freie Hand der Kinder findet sich gegenseitig. Ein wirklich rührendes Bild geben die Beiden ab.

Ich stelle mich hinter sie, lege beiden eine Hand auf die Schulter und sehe mit ihnen zusammen der schlafenden Frau in ihr friedliches Gesicht.

Ich stelle uns zwei Stühle dicht ans Bett, so dass Peter weiter die Hand seiner Oma halten und seinen Kopf auf ihren Bauch legen kann.

Ich setze mich auf den Stuhl und ziehe Emma auf meinen Schoß. Die Kleine lehnt sich rückwärts an mich und legt ihren Kopf an meine Brust. Es ist schön, dass das Mädchen so schnell Vertrauen zu mir gefasst hat.

„Wollen wir?“, frage ich sie ganz leise. Sie weiß sofort was ich meine und läuft lautstark zu der Tasche mit dem Märchenbuch. Sie ist so unbeschwert, frei von Scheu. Und weil ich ihr gesagt habe, dass es ihrer Oma bald besser gehen wird, hat sie auch keine Angst mehr. Für sie war es wie ein Versprechen, das ich ihr gegeben habe und sie zweifelt mit ihrer kindlichen Gutgläubigkeit keine Sekunde daran, dass es nicht wahr werden könnte.

Niemals käme diesem Kind in den Sinn, dass ein Erwachender sie je anlügen würde.     

Mit dem Buch in der Hand krabbelt sie wieder auf meinen Schoß und lacht mich dabei fröhlich an. Nachdem sie es sich gemütlich gemacht hat, öffnet sie das Buch, blättert darin herum als wenn sie eine ganz bestimmte Seite sucht und zeigt mit der Fingerspitze ihres kleinen Zeigefingers auf die ersten Buchstaben der Geschichte.

Dann beginnt sie zu erzählen, während ihr Finger Wort für Wort abfährt. Doch was sie sagt, ist nicht das, was auf der Seite geschrieben steht, sondern lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen:

„Liebe Oma. Ich weiß, dir geht es gerade nicht gut. Aber es ist ok, wenn du jetzt ganz viel schläfst, damit du mich bald wieder in den Arm nehmen kannst. Onkel Timo passt so lange auf uns auf. Du musst dir also keine Sorgen machen. Er ist ganz lieb, weißt du? Ich hab ihn gern.

Kannst du mir versprechen, dass du noch nicht zu Mama und Opa gehst? Aber wenn doch, dann musst du sie ganz lieb von mir in den Arm nehmen und ihnen sagen, dass ich sie ganz doll vermisse. Und das ich nur ein ganz bisschen böse auf sie bin, weil sie nicht wiederkommen können.

„Hab ich das so richtig gesagt Onkel Timo?“, sieht sie mich mit großen Augen an.

„Ja mein Schatz, das hast du ganz toll gesagt. Das hat die Oma ganz bestimmt gehört.“, drücke ich das kleine Mädchen fest an mich und wische mir heimlich eine Träne von der Wange.

„Du Onkel Timo, darf ich Oma ein Küsschen geben?“

„Natürlich darfst du das, Emma.“

Dann hebe ich den leichten Körper hoch und halte sie an das Gesicht von Julia. Emma ist sehr vorsichtig, als ihre Lippen den Mund ihrer Oma berühren. „Ich hab dich ganz doll lieb“, höre ich sie flüstern.

Deutlicher, oder auch einfacher, konnte man nicht ausdrücken, wie wichtig diese Frau für die Kinder ist. Sie muss es einfach schaffen.

„Sie müssen langsam gehen.“ Leise hatte sich die Krankenschwester in das Zimmer geschlichen und sichtlich beeindruckt den Kindern zugesehen. Ich weiß nicht, wie lange sie dort schon steht und was sie alles mitbekommen hat, aber auch ihre Augen sind feucht. Sie muss demnach schon eine ganze Weile dort stehen und einiges mitbekommen haben.

„Herr Schüttler, ich möchte sie gleich noch kurz sprechen.“

Peter fällt es sichtlich schwer, sich von seiner Großmutter zu lösen. Er hatte sich ihren Arm um seine Schulter gelegt, um so das Gefühl zu haben, von ihr in den Arm genommen worden zu sein. Ihm fehlt die Zuneigung sehr, das sieht man überdeutlich. Ob es mir gelingt, das auszugleichen?

Mit feuchten Augen gibt er ihr ein Küsschen auf die Wange und tritt einen Schritt zur Seite, so dass auch Emma zu ihrer Oma ins Bett krabbeln und sich von ihr verabschieden kann.

Wenig später stehen wir alle auf dem Flur der Intensivstation, wo die Schwester schon auf uns wartet:

„Herr Schüttler, die Werte von Frau Berger haben sich seit ihrem Besuch heute Morgen etwas stabilisiert. Ich weiß nicht, wie sie das gemacht haben, aber es sieht gut aus. Ich würde mir gern ihre Kontaktdaten aufschreiben, damit ich sie anrufen kann, wenn sich am Gesundheitszustand von Frau Berger etwas ändert, oder sie sogar aufwacht. Der Chefarzt darf das nicht wissen, weil sie kein direkter Verwandter sind, aber weil sie sich um die Kinder kümmern, haben sie ein Recht darauf, finde ich.“

„Das ist nett von Ihnen. Sie können mich jederzeit anrufen, gern auch nachts. Danke für ihre Hilfe.“, antworte ich.

Die Stimmung bei den Kindern ist gedrückt. Zu stark haben die Eindrücke am Krankenbett auf ihre Psyche gewirkt.

Vielleicht war es doch keine so gute Idee, sie hierher mitzunehmen. Aber was für die Kleinen zur Belastung geworden war, hatte Julia mit ziemlicher Sicherheit geholfen. Ein schmaler Grat, aber ich denke, es war letztendlich doch gut für alle.

Ich muss es schaffen, dass die Kids auf andere Gedanken kommen. Nun bin ich nicht unbedingt Fan von Fastfood, aber Kinder lieben nun mal das Restaurant mit dem großen, gelben ‚M‘. Sofort hellt sich ihre Mine auf und ihr herzliches Lachen kehrt zurück, als ich auf den Parkplatz einbiege.

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Nacheinander wollte ich abends die beiden Geschwister in die Badewanne stecken. Peter hat mir verraten, dass es bei Oma nur eine Dusche gibt und sie noch nie gebadet haben. Sie bestehen sogar darauf, gemeinsam in die große Wanne zu gehen, weil sie auch bei Oma immer zusammen duschen müssten, um Wasser zu sparen, hat Oma gesagt.

Zunächst irritiert mich diese Information ein bisschen, passt aber zu dem Eindruck, den ich in der Wohnung von Julia Berger gewonnen hatte. Wenn die Kinder kein Problem mit gegenseitiger Nacktheit haben, ganz einfach deshalb, weil sie es gewohnt sind, dann habe ich damit auch keine Schwierigkeiten. Ich denke, in dem Alter ist es noch ok, fünf Jahre weiter hätte ich ein Problem damit.

Ich hatte die Tür einen Spalt breit offengelassen. Sie sollten zwar ihre Privatsphäre haben, aber nicht gleichzeitig das Gefühl haben, von mir aus- bzw. eingesperrt zu sein.

Emma und Peter haben sichtlich Spaß in der Badewanne. Gegenseitig bespritzen sie sich mit Wasser, pusten sich dicke Schaumwolken ins Gesicht. Lautes Lachen erfüllt das Haus. Es fühlt sich schön an, ungewohnt einerseits, das Gefühl nicht allein zu sein, andererseits.

Nach einer halben Stunde löse ich die Belagerung meines Badezimmers auf. Die Fingerkuppen der Kinder sind schon ganz schrumpelig und das Wasser ist nur noch lauwarm. Schnell noch beide in ein vorgewärmtes Frotteehandtuch gewickelt und dann kurz den Boden von der Überschwemmung befreit.

Todmüde liegen die Mäuse im Bett, tief in die Decke gekuschelt. Peter ist schon fast beim Zudecken eingeschlafen, aber Emma hat noch auf ein Märchen bestanden. Ich war gerade mit „Es war einmal ein…“ fertig, da war auch sie schon fest eingeschlafen.

Der Tag ist auch an mir nicht spurlos vorbeigegangen. Ich gönne mir ein gemütliches Glas Rotwein. Kurz sehe ich Sandra vor mir. Ihre zierliche Figur ist schon nett anzusehen. Ihr Typ ist eigentlich ein Glückspilz und zu beneiden.

Von der Bettkante würde ich dieses hübsche Wesen auch nicht stoßen, höchstens nach innen. Ich gebe zu, dass ich sie gern mal im Bikini am Strand, oder ganz nackt in der Sauna sehen würde. Ich glaube, sie hat ganz stramme 75B Brüste, ein schmales Becken und ein rasiertes Mäuschen. Zumindest stelle ich es mir so vor, weil es gut zu ihr passen würde. Und dann ihre samtweiche helle Haut.

Mit den Bildern von dieser süßen Blondine, sind meine Hände in meine Hose gewandert. Wenn ich es recht überlege, ist der letzte Samenerguss schon ne ziemliche Weile her. Entsprechend prall sind meine Eier angeschwollen.

Ein wenig kneten hier, gezieltes streicheln da und schon habe ich eine ausgewachsene Prachtlatte gebaut, der es in meiner Hose schnell zu eng wird. Gut das der Stoff meiner Jogginghose nachgeben kann. Langsam streicht meine Hand das harte Stück Fleisch auf und ab. Es fühlt sich gut an. Ein süßes kribbeln zieht durch meine Hoden. Vor meinen Augen sehe ich die runden Hügel von Sandra, ihre harten Brustwarzen, die wie Sensoren jede Berührung meiner Zunge aufnehmen und an ihr Hirn weiterleiten. Die junge Frau drängt sie mir gierig entgegen. Sie weiß, jeder Zungenschlag an ihren Nippeln sorgt für neue Nässe in ihrer Scheide. Macht sie bereit, meine Männlichkeit in sich aufzunehmen. Die Erregung fördert die Durchblutung ihrer Schamlippen, die dadurch anschwellen und dunkelrot werden.

Ich kann fast körperlich fühlen, wie sich Sandras Frucht öffnet und ich langsam aber bestimmt in sie vordringe. Ich kann den Duft riechen, den ihre Scham verströmt und mich noch geiler werden lässt. Sie ist eng, sie muss es einfach sein, so jung und schlank wie sie ist. Sie umspannt mit ihren Scheidenmuskeln meinen Schaft, oder sind es ihre Finger? Auf jeden Fall ist das Gefühl intensiv. Zu intensiv für den Augenblick.

Ich spüre den Samen in mir aufsteigen, meine Schwellkörper werden ein letztes Mal noch härter. Ein letztes Aufbäumen, dann …  ich kann es nicht verhindern. Will ich auch gar nicht. Ich möchte das Gefühl erleben, mich in Sandra zu ergießen, in der ich gedanklich immer noch stecke. Tief in ihrem Unterleib. Sie will es auch spüren, wie ich in ihr komme und zuckend meinen Lebenssaft in sie spucke.

Mir kommt’s. Ich krampfe, spanne meinen Beckenboden an und dann spritzt es aus mir heraus. Ein einsamer Tropfen trifft meine Nase. Aber der Rest bildet weiße Strahlen auf meinem schwarzen T-Shirt.

Selbst meine Hoden schmerzen von dem heftigen Abgang. Sandra hätte nicht alles in ihrer kleinen Pussy aufnehmen können. Dafür war es zuviel. Puuh, das war wohl mal wieder nötig. Auch, wenn die Ereignisse das Tages nichts Erotisches hatten.

Und Sandra? Sie ist zu jung für mich und vor allem vergeben. Damit passt sie leider nicht mehr in mein Beuteschema. Aber ich mag sie. Ihre Art, wie sie mich ansieht, mit mir spricht, und wie sie mit den Kindern umzugehen versteht. Ich würde mich freuen, wenn wir uns öfter sehen könnten, aber eben nur als Freunde. Oder öfter in nächster Zeit, weil ihr das Schicksal der Kinder am Herzen liegt. Und sie hat bestimmt ein großes Herz, genau wie Julia.

Julia, was musste diese Frau ertragen. Gleichzeitig Tochter und Ehemann zu verlieren ist schon hart genug. Dann aber trotzdem stark genug für ihre Enkel zu sein, ist heftig.

Sie musste alles selbst organisieren, Beerdigungen, den Behördenkram, Rentenantrag, Sorgerecht und wer weiß was sonst noch alles. Und bei all dem Kummer und den Sorgen musste sie trotzdem dafür sorgen, dass die Kleinen keinen seelischen Schaden nehmen würden. Sicher hätte sie selbst einen guten Therapeuten gebrauchen können und nun musste sie plötzlich und unerwartet selbst einer sein. Eine unmenschliche Aufgabe für eine Frau in der Blüte ihres

Lebens.

Noch immer halte ich meinen zu einem Pimmelchen geschrumpelten Lachs in der Hand. Über die Gedanken an Julia habe ich ganz vergessen, dass ich mich vor wenigen Minuten völlig eingesaut habe.

Im Bad sind die Spuren meiner kleinen Sünde schnell beseitigt und die Wäsche schnell im Korb für die Dreckwäsche verschwunden. Es ist Zeit für Bett.

Plötzlich ein schriller Schrei, der mich aus meinem Tiefschlaf reißt. Es dauert kurz, bis ich das deutliche Weinen aus einem der Kinderzimmer realisiere. Ob Emma oder Peter, kann ich nicht sofort erkennen.

Müde und leicht widerwillig schwinge ich mich aus dem Bett. Die Bettdecke fliegt so unglücklich zur Seite, dass sie sofort ihre kuschelige Wärme verliert.

Es ist Emma, die aufgewacht ist und ihre Oma vermisst. Ich setze mich auf ihren Bettrand und versuche sie zu trösten. Nur langsam beruhigt sie sich. Ihre Augen fragen mich still, was ich mir schon gedacht habe.

„Natürlich darfst du bei mir im Bett schlafen mein Engel.“ Ich hebe sie hoch und trage den kleinen Körper zu mir ins Schlafzimmer. Dabei klammert sie sich fest an mich, dass mir fast die Luft wegbleibt.

Kaum habe ich uns zugedeckt, kuschelt sie sich dicht an mich. Ich lege ihr einen Arm um die Schulter. Sofort wird ihr Atem ruhig und gleichmäßig. In meinem Arm schläft die kleine Prinzessin mit einem glücklichen lächeln sofort wieder ein.

 

Mein Handy klingelt mich aus meinen Träumen. Komischerweise liege ich alleine im Bett. Ich höre Kinderlachen und weiß, dass alles in bester Ordnung ist.

Am Telefon ist Sandra. Sie will sich nur erkundigen, wie der Besuch im Krankenhaus gelaufen ist und wie die erste Nacht mit den Kindern war. Es ist angenehm ihre Stimme zu hören. Sie hat so einen liebreizenden Klang. Aber sie kann bestimmt auch sehr energisch auftreten, wenn sie wütend ist, oder ihr Job es von ihr verlangt. Jetzt klingt sie weich und warm, fast zärtlich, mit einem Hauch von Erotik.

„Das ist richtig lieb von dir, dass du anrufst. Das freut mich wirklich. Ich bin gerade erst aufgewacht. Die Kinder haben mich schlafen lassen. Aber ich höre sie im Kinderzimmer spielen. Wir werden gleich frühstücken und dann wollte ich mit den Kindern Einkaufen fahren. Du hast ja gesehen, was sie haben, oder eben auch nicht haben.“

„Du Timo, ich habe heute frei und könnte euch begleiten, wenn du magst. Ich besorge ein paar Brötchen und lade mich zum Frühstück ein, wenn ich darf.“

„Na klar darfst du. Ich springe eben unter die Dusche und mache die Kinder salonfähig.“

„Super, dann bis gleich. Ich freue mich auf euch.“

Was wird das denn, hat sie gerade mit mir geflirtet? Ne, ich denke, sie wollte nur nett sein. Und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass sie mich und die Kinder mag.

Emma und Peter haben sich zusammen ins Bett gelegt und spielen auf einem alten Gameboy ein Spiel. Beide bekommen zur Begrüßung ein Küsschen und eine sanfte Umarmung.

„Na los ihr Zwei, raus aus dem Bett und anziehen. Sandra kommt gleich zum Frühstücken und dann wollen wir in die Stadt zum Einkaufen. Mal sehen, ob wir für euch noch was zum Anziehen und ein paar vernünftige Spielsachen finden. Und wenn dann noch Zeit ist, können wir noch bei eurer Oma vorbeischauen. Habt ihr Lust?

Vor Begeisterung springen beide sofort aus dem Bett und stürmen ins Bad. Ich höre Zahnbürsten schrubben und Wasser gurgeln. Ich stehe im Flur und lausche einfach. Es ist ungewohnt für mich Kinder im Haus zu haben. Aber sie bringen neuen Schwung in die sonst so ruhigen Räume. Es wäre schön, wenn ich das immer haben könnte. Schmerzlich wird mir bewusst, wie sehr ich nach der Scheidung von Ulrike eine beständige, harmonische Partnerschaft vermisse.

So blöd und unglücklich der gestrige Tag anfing, hat er mir doch mit einem Schlag drei tolle Menschen in mein Leben gebracht. Vielleicht bald vier, wenn Julia meine Hilfe annehmen möchte. Und wer weiß, sie gefällt mir schon ein bisschen und vielleicht darf ich ja auch für sie ein ‚Rettungssanitäter‘ sein.

Es klingelt. Ich habe es gerade noch geschafft, Emma die verschiedenen Socken von den Füßen zu ziehen und gegen ein gleiches Paar auszutauschen. „Peter, machst du mal bitte die Tür auf? Das wird Sandra mit den Brötchen sein.“

Und so ist es auch. Was für eine Fee. Ganz anders als in ihrer dunkelblauen Uniform. Eine enge Jeans, die ihre schlanken Beine und ihren wunderhübschen Po betont, dazu ein Top, unter dem sie mehr als offensichtlich keinen BH trägt. Kleine süße Nippelchen zeichnen sich darunter ab, die sie zwar mit einem dünnen Jäckchen bedeckt, aber beim Gehen klappen die Seiten ein wenig auf und geben den Anblick auf die hervorstechenden Attribute dieser schönen Frau frei. Sie sieht, dass ich sie lange ansehe und mein Blick ihre Figur abcheckt. Sie lächelt mich an und dreht sich einmal langsam im Kreis. „Und? Darf ich so mitgehen?“

„Sandra, das steht dir viel besser, als die Uniform. Du siehst toll aus.“

„Danke für das Kompliment. Das hat lange keiner mehr zu mir gesagt.“

„Dein Freund doch sicher, oder nicht?“

„Ach der … der hat nur Fußball im Kopf. Manchmal bemerkt er mich nicht mal. Nur, wenn er was zu essen haben, oder mit mir ins Bett will, dann kommt er angekrochen. Manchmal denke ich, ob er wohl der Richtige ist? Und dann wiederum bringt er mir unerwartet Blumen mit, oder führt mich lieb zum Essen aus, ist zärtlich und fürsorglich, und dann schmelze ich wieder wie Wachs in seinen Händen. Außerdem ist er der Vater von dem da.“, tippt sie sich auf die noch kleine Wölbung, die ihre Schwangerschaft nur verrät, wenn man sehr genau hinsieht.

Nach dem Frühstück schlendern wir durch die Stadt. Sandra ist toll und hat einen guten Geschmack, wenn es um Kinderkleidung geht. Wir lassen uns Zeit und finden einige schöne Sachen. Wie ein Ehepaar mit Kindern, zeigt sie mir Hosen, Shirts und Unterwäsche und fragt mich nach meiner Meinung dazu. Wenn sie jetzt noch ‚Schatz‘ zu mir sagen würde, wäre die Illusion perfekt.

Manchmal steht sie dicht neben mir und ich kann den Duft ihrer Haare und ihr leichtes Parfum riechen. Oder sie drückt sich an mir vorbei zu einem Kleiderständer. Das sie mir dabei ihre festen Brüste zu fühlen gibt, scheint sie nicht zu stören. Dann sieht sie mich mit einem verschmitzten Blick an und zwinkert mir zu. Sie ist sich ihrer Wirkung auf mich sehr bewusst.

Auf dem Weg in das nächste Geschäft kann ich nicht anders. Ich lege ihr meinen Arm um die Hüfte, ziehe sie an mich und flüstere ihr „Danke, dass du da bist“ ins Ohr. Dann bleibt sie stehen, legt ihre Hände auf meine Wangen und gibt mir einen kleinen, sehr sanften Kuss. „Für dich immer gern.“

Der Blick, den ich dabei bekomme, geht mir durch und durch. Ich glaube, ich bin sogar etwas rot geworden.

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