Sandra wird ihr nichts erzählen und ich auch nicht.
Peter hat die Nase voll vom ‚Ball an die Wand schießen‘ und kommt zu mir: „Onkel Timo, kann ich dir helfen?“
Offenes Feuer ist keins mehr da, er ist alt und groß genug, also warum nicht. Mir fällt gerade nichts Besseres ein und er bekommt den Teller zum Weiterwedeln in die Hand.
Emma kämmt die langen brünetten Haare der Puppe mit einer kleinen Bürste, die zu dem Set gehörte. Es ist beeindruckend, mit welcher Hingabe und Engelsgeduld sie das macht. Emma spricht mit der Puppe. Ich kann nicht alles verstehen, aber ein ums andere Mal höre ich meinen Namen und den von ihrer Oma. Vermutlich berichtet sie gerade von ihrem Tag im Krankenhaus und das ihre geliebte Omi nicht mehr schläft.
Ich kann schon mal reingehen, Teller, Besteck und den Kartoffelsalat holen. Das Wetter ist noch super und ich habe beschlossen, mit den Kindern ein Picknick im Garten zu veranstalten. Ganz klassisch mit einer Decke auf dem Rasen, mit Sprudel, Senf und Ketchup und wo es egal ist, wenn‘s mal kleckert.
„Hallo, ist dort Timo, Timo Schüttler?“ Das Handy hatte natürlich geklingelt, als ich gerade die Hände voll hatte. Wie sollte es auch anders sein. „Ich bin Julia Berger, tut mir leid, dass ich Sie störe, aber ich wollte mal hören, wie es den Kindern geht.“
„Ach hallo Julia, das ist ja schön, dass es Ihnen wieder besser geht und Sie mich anrufen. Woher haben Sie...“
„Die Nummer? Die Schwester war so freundlich. Wissen Sie, es lässt mir keine Ruhe, die Kinder so lange einem Fremden zu überlassen. Ich habe etwas Angst um sie, verstehen Sie das?“
„Natürlich verstehe ich das. Ich würde mir in Ihrer Stelle auch Sorgen machen. Ich verspreche Ihnen, auf die beiden aufzupassen, wie auf meinen Augapfel. Ist das Ihre Handynummer? Dann schicke ich Ihnen gleich ein Bild, wenn Sie möchten. Dann können Sie sich selbst davon überzeugen. Wir wollen gleich im Garten Picknick machen, der Grill ist schon an.“
Timo 4
schreibt franzl