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„Es muss Ihnen nicht leid tun und Sie brauchen auch kein schlechtes Gewissen haben. Menschen zu helfen ist nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Berufung. Ich habe ein ausgeprägtes Helfersyndrom. Und glauben Sie mir, Ihre Kinder sind alles andere als eine Last für mich. Ich habe selten so gut erzogene, liebe Kinder gesehen. Herzlichen Glückwunsch.“
Sie lächelt. „Danke“ sagt sie. Dann ist ihre Kraftreserve schon verbraucht.
Emma erzählt ihrer Oma, dass wir zusammen mit Tante Sandra zur Burg gehen wollen. „Ich habe ihnen eine warme Brezel versprochen.“, ergänze ich. „Ja, das hat er.“, strahlt das Mädchen.
„Die Polizistin, oder?“, fragt Julia. Ich nicke nur. „Sie ist hübsch.“, stellt Julia fest. „Ja und sie ist total lieb.“ frohlocken Peter und Emma wie aus einem Mund. Ich nicke erneut, bin mir nicht sicher ob es gut ist, wenn ich Sandra noch weiter zum Thema mache.
Was ich vermeide, übernimmt Emma nur zu gern. „Sie mag Onkel Timo, das habe ich dir schon mal gesagt, als du noch geschlafen hast. Ich hab es gesehen, sie haben schon in einem Bett geschlafen und waren nackt. Und sie küssen sich.“
„Kleine Petze.“, tadele ich Emma. Es ist das erste Mal, dass mir peinlich ist, was sie sagt.
„So, so, tun sie das?“ Ihr Blick ist etwas strafend. „Nackt im Bett, vor den Kindern?“
„Nein Julia, ganz so ist es nicht gewesen. Emma hat uns geweckt. Sandra hatte bei mir übernachtet, weil sie etwas getrunken hatte.“, lüge ich. Mir fällt gerade nichts anderes ein, was einer sinnvollen Erklärung gleich käme.
„Aber ihr wart nackt.“, bekräftigt Emma ihre Aussage. „Uns war warm.“, zucke ich mit den Schultern.
Julia ist eine erwachsene Frau und nicht dumm. Sie braucht nur 1 und 1 zusammenzuzählen. Sie nickt wissend: „Verstehe.“ Sie sieht mich an und mahnt mich: „Können Sie in Zukunft bitte etwas vorsichtiger sein?“
„Natürlich.“, erwidere ich und werde rot wie ein Teenager.
Timo 4
schreibt franzl