Deine Geschichte, dein Leid, deine Rettung, die Kinder … deine Art, deine Ruhe, Kraft, Stärke … ich fühle etwas, das kenne ich schon lange nicht mehr. Ein unsichtbares Band.“
„Ist das wahr? Weißt du, es ist komisch, aber seit ich deine Hände auf meinem Herzen gespürt habe, bei der Wiederbelebung, deine Stimme gehört und dich zum ersten Mal gesehen habe, geht es mir genauso. Wenn du die Tür aufmachst, macht mein Herz einen kleinen Hüpfer.“
„Und was machen wir jetzt mit diesen Informationen?“
„Damit leben und uns freuen, wenn wir uns sehen. Ich für meinen Teil, werde jede Minute mit dir genießen, so viel ist klar. Mit, aber vor allem ohne Sandra“
„Ja … mit oder ohne Sandra“, wiederhole ich leise, „wir müssen dann auch los, dein Zimmer noch startklar machen.
Wir sind dann morgen pünktlich wieder hier.“
„Das ist schön, ich bin jetzt auch müde. Und Timo? Du sollst wissen, du wirst immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“
Ich nicke freundlich, mehr geht nicht. „Kommt Kinder, wir müssen los, damit wir das Zimmer eurer Omi noch hübsch machen können.“
Freudig springen sie vom Bett, wo sie doch zunehmend gelangweilt gesessen haben und schlüpfen in ihre Jacken. Eine kurze Umarmung von Julia, dann drängen sie schon Richtung Tür. Und trotzdem lasse ich es mir nicht nehmen, Julia zur Verabschiedung kurz zu knuddeln.
„Mein Held“, flüstert sie und streicht mir mit ihren Fingern sanft über die Wange. Ein letzter Blick, ein kurzes „bis Morgen“, dann sind wir weg. Jetzt ist es an den Kindern, mich von Sandra und Julia abzulenken.
Auf dem Heimweg halte ich noch kurz an einem Geschäft für Bürobedarf. Ich brauche Wachsmalkreide und Schnur, eine Girlande und vielleicht noch ein paar Filzstifte in unterschiedlichen Stärken und Farben.
Mein Plan ist, eine große ‚Herzlich Willkommen-Girlande‘ zu basteln, die von den Kindern hübsch ausgemalt wird.
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