Timo - Kapitel 7

Julchen

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Timo - Kapitel 7

Timo - Kapitel 7

Gero Hard

Die Kinder sind nicht besonders begeistert, dass wir sie aus dem Schlaf reißen müssen. Im Auto schlafen sie deshalb auch fast augenblicklich wieder ein.

Den Weg ins Krankenhaus kenne ich wie im Schlaf. Nur, dass ich dieses Mal nicht auf den Besucherparkplatz einbiege, sondern direkt zur Notaufnahme fahre.Emma und Peter kuscheln sich im Wartebereich aneinander und schlafen weiter. Mit einer Wolldecke aus dem Auto decke ich sie liebevoll zu.

Sandra ist aufgeregt. Verständlich. Sie hat sich meine Hand geangelt und zusammen mit ihrer in den Schoß gedrückt. „Ich habe Angst“, flüstert sie. „Ich auch“, flüstere ich zurück.„Wir waren echt hart bei der Sache. Himmel, ich bin gekommen, als wäre eine Atombombe in mir detoniert. Ich glaube, ich war sogar kurz weggetreten. Aber hey, mach dir jetzt bitte keine Vorwürfe deswegen“, sagt sie leise.

„Mach ich aber.“, bin ich besorgt.

„Wir haben beide Schuld. Vielleicht machen wir uns ja auch grundlos Sorgen. Es ist schön, dass du so fürsorglich zu mir hältst.“, kuschelt sie sich an mich.

Ich spreche kurz mit der Schwester, ob sie ein kleines Auge auf die Kinder haben kann, während ich mit Sandra zur Untersuchung gehe. Jetzt, mitten in der Nacht, ist es sowieso ruhig, deshalb verspricht sie es gern. Die Mäuse sind eh im Land der Träume, da wird es ein ‚Kinderspiel‘ für sie.

Die Schwester bittet uns in den Behandlungsraum. Sandra soll sich schon mal untenrum freimachen und auf den Stuhl legen. Die Schwester sieht uns mitleidig an. Ich glaube, sie ahnt schon, was passiert ist. „Wird schon“, sagt sie, als sie Sandras nackten Schambereich mit einem grünen Kliniktuch abdeckt.

Wir haben Pech, es ist ein männlicher Arzt, noch dazu nicht besonders alt. Dann eine Aneinanderreihung peinlicher Momente, die mein Schatz zu ertragen hat, nachdem er sich ihren Mutterpass angesehen hat.

Erst bittet er sie, weiter nach unten zu rutschen.

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