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Kaum etwas, was ich jetzt lieber täte. Fest drückt sie mich an sich. So viel Kraft hätte ich ihr noch gar nicht zugetraut. Ich glaube sogar, dass sie mich länger festhält, als dass es eine rein freundschaftliche Begrüßung wäre.Es steckt viel Dankbarkeit in der Umarmung, das verrät mir meine Antenne. „Schön, dass du da bist.“, flüstert sie mir ins Ohr.
Der Kampf im Krankenhaus hat sie körperlich geschwächt. Kurz habe ich das Bild ihres nackten Oberkörpers vor Augen. Schlank ist sie sowieso, aber jetzt sind auch die letzten Fettreserven verbraucht. Übrig geblieben ist ein schmaler, sehr fester Körper, der sich aber trotzdem noch fantastisch anfühlt.Sandras Body hat natürlich ihres jungen Alters entsprechend eine andere Spannkraft. Alles an ihr ist runder,weicher geformt, vielleicht sogar etwas harmonischer. Aber was Julia auszeichnet ist ihre innere Stärke, ihre Willenskraft und ihre umgängliche Art. Dass sie dabei, für ihr mittleres Alter, noch eine super Figur hat, bestärkt noch meinen Wunsch, sie näher kennenzulernen.
„Ich kann morgen raus, holst du mich bitte ab?“, strahlt sie mich an, wobei sie ihren Kopf leicht schräg legt. Wenn ich ehrlich bin, gefällt sie mir jeden Tag besser. Ich ertappe mich, dass ich Sandra und Julia vergleiche, wobei ich Julia im Alltag noch nicht erlebt habe. Darauf freue ich mich jetzt schon.
„Sehr gern. Wir sind morgen sowieso wieder hier, Sandra liegt auf der Gyn.“
„Oh Gott, was Schlimmes?“
„Starke Unterleibsschmerzen und plötzliche Wehen.“
„Das hatte meine Tochter auch. Wie geht’s ihr?“
„Ich weiß es noch nicht. Ich habe sie erst letzte Nacht eingeliefert. Ich will sie gleich noch besuchen gehen.“
„Dann lass doch die Kinder eben hier bei mir, das schaffe ich schon. Dann habt ihr einen Moment für euch.“„Echt? Das wäre prima. Den Kindern ist es bestimmt langweilig bei ihr.“
„Nein ist schon ok, geh nur, ich mach das schon.“
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