Meine Schritte hallen laut über den Krankenhausflur der gynäkologischen Abteilung, in meiner Hand ein kleiner Strauß Blumen. Überall frisch verliebte Pärchen, frisch gebackene Eltern mit ihren Säuglingen, Großeltern, die staunend in die gläsernen Wiegen schauen und Menschen, die durch eine große Glasscheibe die neuen Erdenbürger bewundern und darüber diskutieren, wem die Wonneproppen denn nun am Ähnlichsten sehen.
Einzelne Wartebereiche, hübsch hinter Glaswänden angelegt, lasse ich rechts oder links liegen. Aus den Augenwinkeln kann ich mir einen flüchtigen Blick in die kleinen Räume dennoch nicht verkneifen.
Fast bin ich an einem davon vorbei, lässt mich ein Bild scharf abbremsen und zwei Schritte zurückgehen, bis ich den Raum voll einsehen kann.
Sandra, eindeutig und unverkennbar, auf dem Schoß eines jungen Mannes, den ich nicht kenne, die Zungen wild züngelnd miteinander verknotet. Durch ihre Erregung haben sie den Rest ihrer Umwelt total ausgeblendet. Und sogar ein Teil ihrer Hemmungen scheinen sie verloren zu haben. Ich kann seine Hand genau beobachten, die er unter ihr Shirt geschoben hat und mit der er ihren offenbar nackten Busen bearbeitet. Ich kann erkennen, dass er ihre harten Brustwarzen mit den Fingern vollends aufblühen lässt.
Sie hingegen schiebt sich etwas von seinen Beinen, um die freigewordene Lücke mit ihrer Hand zu füllen. Ich weiß genau, was sie dort tut. Oft genug hat sie mit ihren Händen in meiner Badehose das gleiche getan. Ich kann es nicht fassen, was ich sehe. Und beinahe ist es so, als könnte ich ihre Hand an meinem Gemächt fühlen, wie sie mich streichelt und drückt, bis ich sie nur noch vögeln möchte. Ich ahne, wie es dem jungen Mann jetzt gehen muss.
Die Blumen in meiner Hand werden plötzlich schwer wie Blei. Langsam sinkt der Arm nach unten, so dass die hübschen Blüten ihren Kopf nach unten hängen lassen müssen.
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