Timo - Kapitel 9

Julchen

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Timo - Kapitel 9

Timo - Kapitel 9

Gero Hard

Im ersten Moment denke ich, es könnte Emma sein, die nicht schlafen konnte und sich deshalb an mich gekuschelt hat, wie sie es bereits vor ein paar Tagen bereits getan hat.

„Kannst du mir noch einmal verzeihen Timo? Bitte?“ Schlagartig bin ich wach, es ist Julias Stimme. Die dritte Nacht in Folge. Verzeihen soll ich ihr? Meine Wange schmerzt immer noch. Es ist lange her, dass mir eine Frau ins Gesicht geschlagen hat. Sandra’s Faustschlag auf den Rippenbogen, den habe ich auch noch in schmerzhafter Erinnerung. Aber eine Ohrfeige empfinde ich als die weitaus größere Demütigung.

Vergeben soll ich ihr. Was, dass sie mir eine geknallt hat? Oder dass ich morgen ins Geschäft zurück muss, um das kleine Teil zurückzubringen?

„Drehst du dich mal bitte zu mir um?“

Eigentlich dürfte ich jetzt nicht nachgeben, nicht schon wieder. Warum soll ich sie mit ihrem Willen durchkommen lassen? Natürlich, weil ich sie liebe, schon deshalb. Wenn schon nicht aus anderen Gründen, weil ich vielleicht noch böse auf sie bin oder sowas, dann wenigstens aus Liebe zu ihr und eventuell noch aus Anstand. Also drehe ich mich um, sehe sie nicht, weil es so dunkel ist.

Aber ich fühle sie, so weich und warm. Fühle, dass ihre Tränen auf meine nackte Brust tropfen. Fühle, dass sie vor Angst zittert, weil ich sie verstoßen könnte. Fühle, dass sie das Nachthemd ausgezogen hat und nur in ihrem kleinen Höschen bekleidet neben mir liegt. Fühle ihre Brüste, die sich fest an meinen Oberkörper pressen. Fühle ihre Hand, die versonnen meine Wange streichelt, so als wolle sie mir den brennenden Schmerz von der Haut wischen.

„Mein Schatz, verstehst du das denn nicht? Ich kann das nicht annehmen. Du tust schon so unendlich viel für uns. Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen. Aber bitte entschuldige, dass ich dir eine geknallt habe.“

„Ich verzeihe dir. Aber das, was ich dir jetzt sage, sage ich nur einmal: Julia ich liebe dich und ich meinte es nur gut.

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