Timo - Kapitel 9

Julchen

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Timo - Kapitel 9

Timo - Kapitel 9

Gero Hard

Neues Leben in unsere befriedigten Körper spülen. Das Gästezimmer, mit seinen weit geöffneten Fenstern, um die sündige Luft in die Freiheit zu entlassen. Kaum, dass ich mich erinnern könnte, mit einem größeren Glücksgefühl den Tag begonnen zu haben. Auch nicht mit Sandra. Und überhaupt, wer ist Sandra?

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Julia und ich sitzen schon in der Küche am Frühstückstisch. Ich hatte frische Brötchen geholt, die zusammen mit duftendem Kakao auf dem Tisch standen.

Julia sitzt auf meinem Schoß. Liebevoll habe ich einen Arm um ihre Hüfte gelegt, mit meiner Hand auf ihrem Bauch.

Ihr Kopf liegt auf meiner Schulter. Gerade hat sie mir noch mal gesagt, wie schön es für sie war. Schon unter der Dusche hat sie mir verraten, dass es ihr bisher schönstes Mal war. Na ja, wenn‘s denn stimmt?

Aber ich bin geneigt, es ihr zu glauben, denn sie hat sich verändert, ist anschmiegsamer, kann kaum einen Moment aushalten, ohne mich zu küssen. Gerade eben erst hatten sich unsere Zungen zu einem Knäuel verknotet.

„Schatz, nur, dass ich es gestern richtig verstanden habe: Du möchtest, dass ich mit den Kindern zu dir ziehe, dass ich die kleine Wohnung auflöse und die Woche über, wenn du in Magdeburg bist, allein in deinem Haus wohnen darf?

Hattest du dir das so gedacht?“

„Genau so, dem ist nichts hinzuzufügen.“

„Und was kostet mich die Unterkunft dann? Warmmiete?“

„Du wirst einen hohen Preis zahlen müssen, mein Schatz. Es wird dich Überwindung kosten, etwas eigenen Willen, den Mut, etwas Neues anzufangen. Du wirst dich trennen müssen, von einigen Erinnerungen und das Teuerste wird sein, du wirst etwas Liebe mitbringen müssen.“

„Blödi, an Geld meine ich.“

„Wenn ich Geld wollte, hätte ich es eben mit aufgezählt. Aber, wenn du es denn gar nicht lassen kannst, dann kaufst du einfach mal ein bisschen für uns ein und gönnst dir und den Kindern zwischendurch mal etwas Schönes.“

„Dann lass uns wenigstens eine gemeinsame Haushaltskasse für Nebenkosten uns sowas anlegen und mich den Haushalt machen. Du weißt schon, Wäsche, kochen, die Bude sauber halten, ich möchte mich um alles kümmern, wenn du in Magdeburg bist, dann habe ich nicht so ein schlechtes Gewissen.“

„Julchen, heißt das, du möchtest mein Angebot annehmen?“

„Ja mein Schatz. Ich glaube, es passt ganz gut zwischen uns. Wir sind, auch was die Kinder angeht, etwa auf gleicher Wellenlänge. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir uns mal so richtig streiten würden. Ich spüre, dass deine Liebe zu mir genauso echt ist, wie meine zu dir. Ich möchte es versuchen. Und da ich sowieso 8 Monate Kündigungsfrist für die Wohnung habe, weil ich da schon so lange wohne, haben wir genügend Zeit zum Ausprobieren. Ja Liebling, wenn wir dürfen, dann wirst du uns so schnell nicht wieder los.“

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