Timo - Kapitel 10

Das Polarlicht

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Timo - Kapitel 10

Timo - Kapitel 10

Gero Hard

Über ihre Schulter hinweg sieht sie mich an.

„Da sind wir nun. Es ist ein komisches Gefühl, alles hinter mir zu lassen. So neu, alles beginnt von vorn, verstehst du? Es ist, als würde ich ein neues Leben beginnen. Timo, ich habe Angst davor. Wir kennen uns erst ein paar Tage. Und die waren wunderschön, aber was, wenn es uns so geht, wie es dir mit Sandra ergangen ist?“

„Heißt das, du willst mich auch verarschen und dir nebenbei einen anderen suchen, Julia?“

„Niemals, um Himmels Willen, nein, das nicht. Aber was, wenn es doch nicht passt zwischen uns.“

„Schatz, wenn es wirklich so sein sollte, was ich nicht glauben mag, dann werden wir auch dafür eine Lösung finden. In dem Fall wird es wahrscheinlich das Beste sein, wenn du dann in deine Wohnung zurück gehst. Aber ein Gefühl sagt mir, dass das nicht passieren wird.“

„Dann haben wir das gleiche Gefühl. Ich weiß, dass es das Richtige ist, hier mit dir einen Neuanfang zu wagen. Und glaub mir, ich bin da sicher nicht leichtfertig.“

„Dann sei jetzt bitte nicht mehr traurig. Wir lieben uns, die Kinder lieben uns, es ist doch alles in bester Ordnung.“

„Du hast ja recht Liebling.“

Die Kinder sind völlig aus dem Häuschen, sie räumen sogar ganz allein ihre Zimmer auf, das haben sie der Omi versprochen. Und auch Julias Sachen verschwinden in den Schränken und Kommoden.

Völlig erledigt lassen wir uns zusammen auf das Sofa fallen. Wo sich Julia gleich lang ausstreckt, die Augen schließt und sich ihre Hände auf den Bauch legt. „Hast du eigentlich eine Wärmflasche im Haus? Ich habe Unterleibsschmerzen. Geht vermutlich heute noch los mit dem roten Mist.“

„Ja, die hab ich, im Bad, im Schrank unterm Waschbecken.“

„Machst du mir eine, Liebling, bitte?“ Wer zur Hölle könnte diesem Blick widerstehen. Mir könnten nach einem anstrengenden Tag die Füße abfallen und trotzdem würde ich ihr eine Wärmflasche machen.

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