Timon und Eva

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Timon und Eva

Timon und Eva

Peter Urmel

Eng umschlungen genießen wir den kurzen Moment der Ewigkeit. Aufeinander und ineinander.
Schließlich holt mich die Müdigkeit ein, und langsam gleite ich von seinem warmen Körper zurück in meine kalte Ecke des Betts. Zum Glück schmiegt sich Timon an meinen Rücken. Er ist bei mir. Eine angenehme Schwere ergreift mich, und langsam schwebe ich in einen wohligen Schlaf. Das Letzte was ich spüre, sind unsere Säfte, die langsam meine Schenkel hinabfließen. So will ich einschlafen. Immer.

Ich träume einen unwirklichen Traum, in dem Gefühle und Körperteile untrennbar verschmelzen. Hände greifen Brüste, Münder küssen Schwänze, Fotzen gefüllt mit Lust. Endlos verdichtete Geilheit. All das bin ich. Unerträglich, doch ich kann nicht entkommen. Es gibt keine Erlösung. Dann ergreift mich ein neues, schöneres Gefühl. Es ist Timons warme Hand, die tief in meinen Traum greift. Kraftvoll und bestimmt gleitet sie zwischen meinen Schenkeln. Sie findet ihren Weg, ihre Bestimmung. Und ich kenne keine Scham. Im Traum ist alles einfach. Willig spreize ich meine Schenkel. Tief gleiten seine Finger in meine Nässe. Es ist nur ein Traum, doch die Gefühle sind überwältigend. Sie tragen mich davon. Ob es einen geträumten Orgasmus gibt?
Nein. Ein Schrei weckt mich aus dem Schlaf. Mein Schrei. Timons Finger sind in mir. Mein Körper zuckt hilflos und elektrisiert. Eine wilde Orgie aus Gefühlen raubt mir die Sinne.
Dann fällt alles von mir. Ruhe. Stille. Frieden. Nur sein Herz und sein Atem sind noch zu hören. Ohne sie hätte ich Angst. Ich könnte nicht ertragen, im schönsten Moment allein zu sein. Doch Timon hält mich fest. Er weiß was ich fühle. Bestimmt.

Langsam fliegen die letzten Fetzen des Traums davon. Ich bin müde und hell wach. Timons Schwanz zuck im Gleichtakt mit seinem Herzen. So kann er nicht schlafen. Nicht solange sein dieses wilde Tier noch wach ist.

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