Und wenn einer den ultimativen Sex verdient, dann er.
Eine Minute später stehe ich vor seiner Tür. Ich sammele meine Gedanken, um nicht wieder wie ein Trottel vor ihm zu stehen; verdummt durch seine Schönheit. Ich will gerade wieder gehen, als er doch noch die Tür öffnet. Dann steht er vor mir. Ein warmes Licht durchflutet meinen Körper. Er ist schön wie die Sonne.
„Brauchst Du auch Sahne“, fragt er mich, ohne meine Begrüßung abzuwarten. Die Traurigkeit des letzten Abends ist verschwunden. Wenn er wüsste, was er da sagt. Für seine Sahne würde ich alles geben. Das kann ich aber schlecht zugeben.
„Nein. Ich wollte nur fragen, ob Du die DVD noch brauchst.“
Ohne ein Zittern in der Stimme vorgetragen, ich werde immer besser.
„Willst Du sie jetzt?“, fragte er
„Ich habe sie lange nicht gesehen und dachte daran sie heute zu...“, dann fällt mir die DVD wieder ein. Ein Porno. Gott wie peinlich. Gestern schüttet er vor mir sein Herz aus und jetzt hab ich nichts Besseres zu tun, als fremden Leuten beim Vögeln zuzusehen. Ich werde rot wie ein Krebs.
„Entschuldige“, versuche ich die Situation zu retten, „das war taktlos von mir.“
„Warum taktlos? Außerdem glaube ich kaum, dass Petra sich die DVD mit mir ansehen wird. Sie hat angerufen. Wir werden uns nicht mehr sehen.“
Dann lacht er: „Es ist bestimmt besser so.“ Ein Lachen, das meine Knie weich macht. Das Lachen, das mein Herz erwärmt und meinen Unterleib zum Kochen bringt. So schlimm hat es ihn also nicht getroffen.
„Willst Du einen Moment reinkommen?“
Was für eine Frage. Natürlich will ich. Ich folge ihm in die Wohnung und setze mich auf die Couch. Superbequem. Und vor allem ist sie sehr tief. Darauf könnte man sogar prima schlafen. Timon setzt sich neben mich und reicht mir die DVD.
„Sag mal Timon, sagtest Du nicht, dass du mit Petra nur befreundet bist? Oder hattet ihr was miteinander?“, frage ich.
„Nein. Wir hatten nichts miteinander.
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