Tinder-Date in Zeiten von Corona

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Fräulein November

“ Wieder sein leises Lachen, aber nun sanft. „Ja…das würde ich auch gerne, Jessie. Nun sieh nach, ob alles da ist.“ Dieser letzte Satz riss sie aus ihren erhitzen Träumereien. Schnell kniete sie sich hin, legte das Handy auf den Boden und befreite die Plastikkiste mit dem Sushi aus der Tüte. Trotz ihrer Erregung lief ihr das Wasser im Mund zusammen. Er hatte eine fantastische Auswahl getroffen. Sie zeigte es ihm über die Kamera. „Sehr gut. Gefällt es dir?“ „Ja, sehr!“ „Schön. Was sagt man dann?“ Jessie errötete erneut „Danke!... Dankeschön.“ „Gern geschehen, Jessie. Nimm es mit.“ Sie ließ die Tüte liegen, wo sie war und nahm nur das Sushi mit. „Aber noch ist nicht Essenszeit. Wir sind noch nicht fertig.“

Jessie lief zum Bett hinüber und legte das Sushi vorsichtig auf dem Nachtisch. Hielt das Handy mit beiden Händen vor sich, als könnte sie durch das schwarze Auge der Kamera doch noch einen Blick auf ihn erhaschen. „Wirst du laut, wenn du kommst, Jessie?“ Sie schlug kurz den Blick nieder, sah dann wieder auf, schüchterner, als sie das von sich gewöhnt war „…Ja…ich glaube schon…“ Wieder sein Lachen. „Das habe ich mir gedacht. Aber wir wollen deine Nachbarn nicht stören. Hast du auch schon so eine Maske?“ Jessie zeigte ihm die pink gepunktete Maske, die sie sich selbst vor ein paar Tagen fürs Einkaufen genäht hatte. „Nimm die und ein frisches Höschen. Und dann marsch, zurück aufs Bett.“ Jessie folgte blind, mittlerweile hinterfragte sie seine Anweisungen überhaupt nicht mehr. Kurz darauf saß sie wieder im Bett. „Schieb dir das Höschen in den Mund. Und dann binde die Maske darüber.“ Sie legte das Handy aufs Kissen, befolgte seinen Befehl dann mit zitternden Fingern. Schob sich das Baumwollhöschen in den Mund. Zusammengeknäult war es überraschend groß, drückte gegen ihre Kiefer, machte das Atmen schwer. Sie keuchte, nahm dann die Maske und band sie sich fest über den Mund, die Nase ließ sie dabei frei.

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