Tod eines Raumpiloten

Die gute alte Zukunft

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Tod eines Raumpiloten

Tod eines Raumpiloten

Svenja Ansbach

Links von ihm schien ein Tal zu sein, denn danach kam schon die nächste Anhöhe und danach so wie es aussah noch mindestens zwei weitere Täler. In diese Richtung sollte er sich auf keinen Fall wenden. Natürlich schien es ihm schlauer die Höhe zu halten und so marschierte er los. Die Hochfläche auf der er sich bewegte war äußerst karg. Sie wirkte recht glatt, die ständigen Winde würden sie glattgeschliffen haben. Solche erodierten Flächen hatte er auch auf Astralatus-9, seinem Heimatplaneten, kennengelernt. An vielen Stellen ragten nur windgebeugte dürre Pflanzen von sehr schlichter Form aus dem Boden, die etwa genauso groß waren wie er und braun und verdorrt wirkten. Nur einmal sah er linker Hand in einiger Entfernung eine buschige Zone. Hier waren diese Pflanzen dicht beieinander zu so etwas wie einem kleinen Wäldchen zusammengewachsen.
Aber er hielt lieber auf die Bergregion vor ihm zu, denn vielleicht gab es dort einen Bach oder eine Quelle. Als er näherkam und sich ein klares Bild ergab, wunderte er sich über die Ebenmäßigkeit der beiden Erhebungen und er bestaunte ihre Kargheit, denn hier wuchsen nicht mal diese eintönigen Stängel-Pflanzen, an denen er bisher vorbeigekommen war. Auf den Gipfeln standen, soweit er das von hier aussehen konnte, jeweils ein Gebäude. Sie ähnelten Sternwarten so wie er sie von Astralatus-6b kannte. Die teuren astronomischen Geräte waren zu ihrem Schutz unter ähnlichen kuppelförmigen Hüllen versteckt. Betrieben die von ‚Fantos dem Entdecker‘ beschriebenen schrecklichen Lebewesen diese Einrichtungen? Oder gab es weitere Bewohner auf dem Planeten?
Am Fuße der Hügel war kein Wasser zu finden, das wurde im schnell klar. Da würde er sich den mühevollen Aufstieg sparen können. Arkad-V erinnerte sich an den Hygrometer an seinem Gürtel. Mit ihm würde er Feuchtigkeit aufspüren können. Er schaltete das Gerät ein, das mit einem leisen Summen und ein paar blinkenden Kontrollleuchten seine Tätigkeit aufnahm. Er hielt es mit dem ausgestreckten Arm von sich weg und drehte sich langsam im Kreis. Ausgerechnet in der Richtung aus der er gekommen war schlug das Gerät müde an. Das verhaltene „biep biep“ des Apparates signalisierte ihm geringe Feuchtigkeitsvorräte voraus. Na ja, besser als nichts.
Erneut machte er sich auf den Marsch. Aus dem Gebirge stieg plötzlich ein vernehmliches Grummeln auf. Er konnte nur hoffen, dass das Massiv tektonisch stabil war! Irgendwann stieß er auf einen großen Krater. Wenn es hier mal vulkanische Aktivität gegeben hatte, war diese längst erloschen. Von dem Loch, das sich vor ihm ausbreitete ging keine Gefahr aus. Aber er musste es mühevoll umgehen. Dann erreichte er den Rand des buschigen Geländes. Das technische Gerät schlug nun deutlicher an, er war auf dem richtigen Weg!

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