Überraschungen

Ob das gut geht? – Teil 29

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Jo Diarist

„Deine Freundin – oder Beraterin – oder wie du sie nennen willst, scheint dir wichtig zu sein. Sie ist ein Teil in unserem Leben, den ich ganz einfach kennenlernen und verstehen möchte.“

Es gibt noch einiges Hin und Her wegen dieses Wunsches, doch schließlich rufe ich Isabell noch einmal an und gebe dann das Telefon weiter.
Schon zwei Tage später treffen sich die beiden Frauen am Ende eines Unterrichtstages, in der Eisdiele, in der ich mich auch mit Isabell getroffen hatte. Obwohl es vom Verstand her keinen Grund dafür gibt, bin ich schon etwas nervös.
Lisa wollte mich nicht dabei haben und ich versuche, die Zeit totzuschlagen, indem ich durch die Einkaufspassage schlendere. Beim Stöbern im Elektronikmarkt gelingt es mir am besten abzuschalten und so finde ich mich erst nach einer Stunde auf dem Parkplatz bei unserem Wagen ein.
Noch keine Lisa in Sicht. Im Auto sitzend, versuche ich, mich bei Musik zu entspannen, doch je länger es dauert, umso nervöser werde ich.
Was haben die zwei Frauen nur so lange zu bequatschen? Gibt es doch Zoff? Ich liebe Lisa, aber ich mag auch die verständige Isabell, bei der ich mein Herz ausschütten kann. Wird sich daran etwas ändern?
Endlich, eine halbe Stunde nach der vereinbarten Zeit, schwingt sich Lisa auf den Beifahrersitz und lacht mich an.
„Warum hast du mir das nicht gesagt?“, fragt sie ansatzlos.
„Was gesagt?“
„Na, dass sie vom anderen Ufer ist.“
„Wie vom anderen Ufer?“
Ich kann Lisa nicht folgen.
„Echt jetzt? Du weißt nicht, dass Isabell eine Lesbe ist?“
Mir schläft das Gesicht ein und doch erscheint mir jetzt einiges an Isabells Verhalten plausibler.
„Nein, wusste ich nicht. Bei unseren Gesprächen ging es eigentlich nur um mich, oder uns beide“, bekräftige ich, auf Lisa und mich deutend.

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