„… das passt schon so und ich kann damit leben, Isabell.“
„Telefonierst du wieder mit Blondi!“, faucht Lisa, die vermutlich die letzten Worte gehört hat, als sie zur Haustür herauskam.
„Ich ruf’ später noch mal an“, beende ich das Gespräch.
„Komm her, setz dich und sag mir, wo dein Problem liegt!“, wende ich mich in harschem Ton an Lisa und deute auf den Platz neben mir.
Ein bisschen erschrocken über meine offensichtliche Verärgerung, nimmt Lisa neben mir auf der Bank platz.
„Nochmal, wo ist das Problem, wenn ich mit Isabell telefoniere? Ich kann das einfach nicht verstehen. Du weißt, dass ich mich nur mit ihr austausche. Also, was stört dich daran?“
So einen aggressiven Tonfall ist Lisa nicht von mir gewohnt, daher kommt die Antwort leise, ohne Blickkontakt zu mir:
„Weil sie dich damals so offensichtlich angemacht hat. Weil du immer noch Kontakt zu ihr hältst und ich Angst habe, daraus könnte mehr werden“, gesteht Lisa, nachdem sie sich neben mich gesetzt hat.
„Oh Mann!“, stöhne ich kopfschüttelnd. „Sie hat mich nicht angemacht. Isabell hat nur so getan, um dich aus der Reserve zu locken.“
Lisa hebt den Kopf.
„Wie meinst du das?“
Ohne etwas auszulassen, erzähle ich Lisa alles von den drei Stichen und was mir Isabell geraten hat.
Verblüffung zeichnet sich in ihrem Gesicht ab und sie fragt:
„Ernsthaft jetzt?“ Sie hat das gemacht, damit ich aufhöre, mit dir zu spielen? Isabell hat uns also faktisch zusammengebracht?“
„So könnte man es sehen, obwohl sie meint, dass es früher oder später sowieso dazu gekommen wäre.“
Nachdenklich senkt Lisa den Kopf und blickt auf ihre im Schoß liegenden Hände.
„Ich will sie kennenlernen“, bittet sie und sieht mich dabei offen an.
Ich kann keine Ablehnung oder Anderes in Lisas Gesicht ablesen, frage aber verunsichert:
„Warum? Was versprichst du dir davon?“
Überraschungen
Ob das gut geht? – Teil 29
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