«Na endlich, ist doch nicht so schwierig», spottet diese. Ich muss mich beherrschen um nicht los zu prusten. Bernd bewegt sich noch immer keinen Millimeter. Die Kombination von Brunello di Montalcino, einem exzellenten italienischen Rotwein und THC scheint ihm wirklich den Rest gegeben zu haben. «Was ist denn das für ein verdammtes Kraut?», will ich von meiner Freundin wissen. «Geheimnis», lacht Sabrina. «Ich habe den Hasch aus einer Kölner Indoor-Plantage», erklärt sie mir. «Der Besitzer geht ein Mal pro Jahr nach Amsterdam und lässt sein Kraut auf THC testen. Letztes Jahr hat er den ersten Preis gewonnen. Der Inhalt des Pfeifchens stammt aus genau dieser Ernte». «Aha», sage ich lakonisch und ertappe mich dabei, wie ich mit leichter Hand Bernds Schwanz wichse. Er fühlt sich irgendwie vertraut an. Klar habe ich eine gewisse Erfahrung mit Schwänzen, so wie Sabrina bestimmt auch. Aber die Situation hier erregt mich ganz besonders. Ich halte mit Reiben inne und blicke in Bernds ebenmässiges, schönes Gesicht. Ich mag seine Bartstoppeln und weiss, dass Sabrina genau so fühlt. Dann hebe ich sein linkes Augenlid an. Die Pupille ist riesig. Er spielt uns also nichts vor und ist im Land der Pilze, Feen, Riesenfarne und Zuckerwolken. Seine Erektion verrät uns, dass er sehr schön träumt. «Was er wohl träumt?», frage ich Sabrina. «Oooch, er träumt bestimmt von mir», sagt Sabrina selbstbewusst. «Er träumt vielleicht, dass er mich in der Menschenschlange vor dem Currystand am Mehringdamm von hinten nimmt». Mein Traum! Sabrina hat soeben ausgesprochen, was ich letzte Nacht, als ich dermassen erregt war, von den beiden geträumt habe! «Du hast im Traum geredet, meine Süsse», zwinkert mir Sabrina zu, als könnte sie Gedanken lesen. «Nimm sie, Bernd! In der Menschenschlange sieht das keiner. Danach gibt’s Curry zur Belohnung». Ich senke verlegen den Blick. «Nicht doch, meine Seelenschwester», sagt Sabrina leise.
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