Überredungskünste

Verloren in einer Welt aus Liebe und Sex - Teil 6

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Überredungskünste

Überredungskünste

Jo Diarist

Es war die Einzimmerwohnung geworden. Bezugsfertig sollte sie erst in einem Monat sein, weil sie noch renoviert werden musste. Wir boten an, das selbst zu übernehmen, damit es schneller ging und schon ein paar Tage später werkelten wir zu viert, bis spät in die Nacht.
Bald darauf zog ich von zu Hause in die notdürftig eingerichtete Wohnung. Verbrachte aber in der ganzen Zeit, die ich sie hatte, nur sehr wenige Nächte dort. Eigentlich lebte ich bei Gina und ihren Töchtern, doch das Trennungsjahr wurde hart und oft verließ mich jeder Lebensmut. Gina hatte aber einen unbändigen Willen, der mir über diese Zeit hinweghalf.
Die ersten Nächte bei Gina im Bett, tat ich kaum ein Auge zu. Ich hatte, auch wenn die letzte Zeit kaum noch ein gutes Wort zwischen meiner Frau und mir gefallen war, ein schlechtes Gewissen und fragte mich immer wieder, ob es richtig war, was ich tat. Auch Gina schlief unruhig. Griff immer wieder neben sich um sich zu vergewissern, dass ich da war. Sie bestand darauf, dass sie immer ein Teil von mir berührte und wenn es nur mein Fuß an ihrem war.
Meine Frau war anfänglich passiv, doch bald begann sie, um mich zu kämpfen. Sie schrieb Gina Briefe, in denen sie mich zurückforderte. Stellte uns nach und ich begann, das Schlimmste zu befürchten. Irgendwann akzeptierte sie die Situation aber und legte mir auch bei der Scheidung keine Steine in den Weg. Wir einigten uns gütlich, auch weil ich Zugeständnisse machte, die Gina fast auf die Palme brachte. Am Ende waren wir aber alle mit dem Ergebnis zufrieden.
Das war der Part, den die Außenwelt mitbekam. Das Andere spielte sich in den Wohnungen ab, blieb unser Geheimnis, wurde bald auch meine Sucht und baute mich immer wieder auf.

Nachdem ich meine Frau verlassen hatte, begann Gina mich in ihren Freundeskreis einzuführen. Sie stellte mir diesen und jene vor. Unternahm mit mir und ihnen Ausflüge und Kneipenabende.
An einem dieser Abende bekam ich ihre beste Freundin zu Gesicht. Sie hieß Ariane, schien aber der absolute Gegenpart von Gina zu sein. Ruhig und zurückhaltend. Nicht laut und fordernd wie Gina. Ein Mauerblümchen, das sich gerne mit gesenktem Blick in den Hintergrund drückte.
Ihr dunkelrotes Haar war nicht gefärbt, fiel nur bis in den Nacken und war in einer Art fünfziger Jahre Frisur zurechtgemacht. Mit großen Wellen und Seitenscheitel, wodurch das zarte sanfte Gesicht voller wirkte, als es in Wirklichkeit war. Die dunklen scheuen Augen wurden von naturfarbenen, kräftigen Augenbrauen beschattet. Über dem schmalen Mund saß eine zierliche Nase. Nur dezent hatte sie sich geschminkt, was mir gefiel. Die Lippen gar nicht. Sie luden mit ihrer natürlichen Farbe zum Küssen ein. All das ließ dieses Gesicht sehr jugendlich wirken und doch war sie Mitte dreißig.
Ariane trug ein einfaches, wenig körperbetonendes Kleid, weshalb ich ihre Figur schlecht einschätzen konnte. Sicher zu erkennen war nur, dass ihre Brust recht klein und die Schenkel kräftig waren.
Sie saß mir schräg gegenüber und immer wieder fiel mein Blick auf diese schöne Frau. Als sich einmal unsere Augen trafen, blickte sie schnell wieder weg, doch für einen kurzen Augenblick, stockte mir der Atem. Diese Augen waren ein tiefer Brunnen, in dem man versinken konnte.
Im Laufe des Abends wurde die Dartscheibe im hinteren Teil der Kneipe interessant und immer mehr umlagerten sie. Für einen Augenblick war ich mit Gina allein am Tisch und sie nutzte die Gelegenheit, um mich zur Rede zu stellen:
„Na, mein Freund, Ariane hat’s dir ja mächtig angetan. Du kannst die Augen ja kaum von ihr lassen.“
Erschrocken blickte ich sie an und begann zu stammeln:
„Nein ... so ist das nicht ... ich finde nur ... ich, ich ...“
Gina lachte leise auf.
„Erwischt! Was ist nicht so? Dass sie dir gefällt? Oder ...“
Ich gewann meine Fassung wieder und unterbrach sie:
„Sie ist hübsch, ja. Was mich aber beschäftigt ist ihr Auftreten. Nach deiner Schilderung – dem was du mir über sie erzählt hast – hab ich mir deine beste Freundin ganz anders vorgestellt. Eher so ähnlich, wie du bist. Nicht wie ein scheues Reh.“
„Du darfst hier nicht so nach dem Äußeren gehen. Ariane ist ein ganz heißer Feger. Da kann ich bei manchem nicht mithalten.“ Gina machte eine kleine Pause, in der sie in sich hineinhörte. „Obwohl ich dem, seit wir uns kennen, schon nähergekommen bin. Sie lebt das aber viel versteckter aus als ich. Vor allem, weil ihr Lebensgefährte ein bisschen eifersüchtig ist und betont, dass sie nur ihm gehört.“
Erschrocken blickte ich mich um und wieder lachte Gina. Sie hatte schon ein paar Gläser Wein getrunken und war gut drauf.
„Keine Angst, keiner außer Ariane und mir hat es bemerkt. Würdest du sie gerne mal ficken?“
Ich riss die Augen auf, brachte aber nur ein verstörtes:
„Was?“, hervor.
„Ist doch eine ganz einfache Frage“, fuhr Gina ganz gelassen fort. „Möchtest du sie gerne mal ficken? Es gibt da nämlich – vielleicht – eine Möglichkeit. Peter, ihr Freund, wünscht sich schon lange einen Dreier mit zwei Frauen. Ich würde mich zur Verfügung stellen, damit du im Gegenzug einen Dreier mit ihr und mir hast.“
Ich muss ein unbeschreibliches Gesicht gemacht haben, denn Gina brach in ein laut schallendes Lachen aus. Es wollte nicht enden und sie hielt sich schon den Bauch, aber jedes Mal, wenn sie mich ansah, fing sie wieder von vorn an.
Andere Gäste sahen schon verwundert zu uns her, als Gina wieder einmal hochblickte und mit einem schelmischen Grinsen sagte:
„Hallo Ariane.“
Erschrocken fuhr ich herum.
„Na, ihr beiden scheint ja mächtig Spaß zu haben. Kann ich dran teilhaben?“
Schnell wendete ich mich wieder zu Gina um und gab ihr mit meinen Augen einen flehenden Wink. Sie nickte leicht und antwortete:
„Lieber nicht, das war ein bisschen – intim. Aber setzt dich doch, wir haben uns heute noch gar nicht richtig unterhalten können..“
Ariane ging zu dem angebotenen Stuhl neben Gina und rückte ihn so zurecht, dass sie uns beide ansehen konnte. Es folgte ein unverfängliches Gespräch, bei dem ich mich mühte, nur Gina anzublicken. Als mich schließlich einer der Anderen holte, um bei einer neuen Runde Dart mitzuspielen, war ich froh, den beiden Frauen entfliehen zu können.
Es war ein schöner Abend und wir waren alle ein bisschen beschwipst, als wir uns trennten.
Ich lag neben Gina und versuchte das flaue Gefühl in meinem Magen unter Kontrolle zu bringen, als sie fragte:
„Hat’s dir gefallen?“
„Ja, du hast sehr nette Freunde und es tut gut wieder welche zu haben, nachdem mich fast alle alten Freunde verstoßen haben.“
„Ich denke, sie mögen dich auch alle. Besonders Ariane“, fügte sie spitzbübisch hinzu.
„Hat sie gehört, über was wir uns da unterhalten haben?“, fragte ich ein wenig genervt nach.
„Nein, sie kam nur zu uns, weil ich so gelacht habe.“
„Hast du mit ihr darüber geredet, als ich Dart gespielt habe?“
„Ja“, antwortete sie trocken.
„Was?!“
Ich fuhr hoch und schlagartig war der Schwips vergessen.
„Warum hast du das gemacht? Ich dachte du hast gemerkt, dass ich es nicht wollte.“
„Weil sie selbst davon anfing. Du gefällst ihr und sie hat mich gefragt – ohne das ich vorher was davon gesagt habe – ob ich dir diese Idee nicht unterbreiten könnte. Was sollte ich machen? Ich hab ihr also erzählt, warum ich so gelacht habe, woraufhin sie meinte: Und gerade deshalb wäre er der richtige Kandidat.“
Ich stöhnte und ließ mich zurück ins Kissen fallen.
„Ach Gina, ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Willst du denn wirklich sehen, wie ich mit einer anderen Frau schlafe?“
„Uii, der Herr drückt sich heute aber gewählt aus“, unterbrach sie mich.
„Lass das Gina, es ist mir ernst.. stell dir vor, du siehst, wie ich meinen Schwanz in ihre Muschi schiebe. Schön langsam, erst nur ein kleines Stück, dann ziehe ich ihn wieder raus und setze ihn erneut an. Drücke ihn ein bisschen weiter rein und ziehe ihn wieder zurück. Alles schön langsam, bis ich ihn ganz versenkt habe. Wenn ich sie dann richtig stoße und sie sich vielleicht unter mir windet, so wie du manchmal. Würde dir das denn gefallen?“
„Uhh, wenn du so redest, werde ich schon wieder geil“, sagte sie und griff sich in den Schritt.
„Du hast zu viel getrunken. Mit dir ist heute nicht mehr vernünftig zu reden“, sagte ich mürrisch und drehte mich demonstrativ um.
Gina holte tief Luft und kuschelte sich an meinen Rücken.
„Ich weiß es nicht“, begann sie zögerlich. „Ich habe es noch nie ausprobiert, wollte es aber schon immer mal machen. Bisher gab es nie die richtigen Partner dafür. Mit dir könnte ich mir das gut vorstellen, weil du so sorgsam bist und nicht nur an den Fick denkst. Ariane ist da ähnlich, weshalb sie auch meinte, du wärest der richtige Kandidat dafür. Und wenn man es nie versucht, kann man auch die Erfahrung nicht machen. In zehn Jahren sagen wir dann vielleicht; hätten wir nur.“
„Das ist aber nur die eine Seite“, sagte ich tief einatmend. „Du müsstest auch einen Dreier mit ihrem Freund machen. Und dieser Gedanke gefällt mir nicht so.“
Gina richtete sich ruckartig auf und fragte von oben herab:
„Du hast doch akzeptiert, dass ich ab und an einen anderen Schwanz brauche? Stehst du nicht mehr dazu?“
„Ich habe immer ein bisschen gehofft, dass wir uns selber genug sind. Dass ich dich ausfüllen kann, auch in dieser Beziehung. Aber ich stehe selbstverständlich zu meinem Wort. Nur nahm ich immer an, dass ich den Stecher dann nicht kenne. Wenn es einer aus dem Freundeskreis ist, den man immer wieder mal trifft, finde ich das schwierig. An diesen Gedanken muss ich mich erst einmal gewöhnen.“
„Ariane hat recht, du wärst der richtige Mann dafür. Du machst dir Gedanken über Dinge, an die wir in unserer Geilheit noch gar nicht gedacht haben.“
Gina kuschelte sich wieder an meinen Rücken und sagte leise:
„Denke in Ruhe darüber nach, wir müssen ja nichts überstürzen.“
„Würdest du denn gerne mit ihrem Freund ficken?“, fragte ich nach.
„Mit ihm alleine? Auf keinen Fall! Zu Ariane habe ich aber Vertrauen und sie wäre ja dabei. Ich würde das hauptsächlich machen, damit der Dreier mit dir zustande kommt. Für dich, denn ich habe gesehen, wie du sie mit den Augen ausgezogen hast.“
„Was, du spinnst! Es hat sich schon erledigt. Wir reden nicht mehr darüber. Gute Nacht.“
„Wie du meinst, gute Nacht“, sagte sie schläfrig und ich merkte, dass sie wirklich einen tüchtigen sitzen hatte.
Gina schlief schnell ein, doch mich floh der Schlaf erst einmal. Die Gedanken, die sie mir eingepflanzt hatte, beschäftigten mich sehr. Hatte ich Ariane wirklich mit den Augen ausgezogen?
Wenn ich ehrlich zu mir selbst war, ja. Bei einigen Blicken hatte ich mir vorgestellt, was für kleine straffe Titten in dem Kleid steckten und mich gefragt, ob ihre Muschi auch rot behaart oder glatt rasiert ist.
Puhh, in was für eine Welt bin ich hier nur eingetaucht, dachte ich und versuchte an anderes zu denken. Aber immer wieder stahl sich die kleine Rothaarige in meine Gedanken. Der Dreier schien mir dann gar nicht mehr so abwegig.
An den nächsten Tagen fiel kein Wort mehr über diese Angelegenheit und ich dachte schon, es hat sich erledigt. War nur eine Schnapsidee, über die man im nüchternen Zustand lieber nicht mehr redet?
Einerseits war ich froh, weil ich Angst davor hatte und an mögliche Konsequenzen dachte. Andererseits tauchte beim Ficken mit Gina, immer wieder einmal Ariane vor meinem inneren Auge auf. Kurzzeitig war ich dann nicht bei der Sache und stellte mir vor, es wäre sie, die ich gerade stoße.
Zwei Wochen darauf – an einem Samstag – eröffnete mir Gina, dass wir am Abend mit zwei weiteren Pärchen bei Ariane eingeladen waren. Ich war unglaublich nervös, auch wenn ich annahm, dass der Dreier ein für alle Mal vom Tisch war.
Herzlich, als wären wir die ältesten Freunde, wurde Gina und ich begrüßt. Ariane führte uns in ihr großes Wohnzimmer, wo uns ihr Freund und ein weiteres Pärchen schon erwartete. Das andere Pärchen kam kurz nach uns.
Ein kleiner Imbiss war vorbereitet und in lockerer Stimmung kam ich mit allen ins Gespräch. Peter – Arianes Lebensgefährte – war nicht ganz mein Typ. Er war poltrig und selbstgefällig und irgendwie hatte ich das Gefühl, er passt gar nicht zu Ariane.
Redlich bemüht unverfänglich mit Ariane umzugehen, tauschte ich mich auch mit ihr aus, mied aber den direkten Blickkontakt.
Als wir dann später Monopoly spielten, saß mir Gina plötzlich gegenüber und Ariane an meiner rechten Seite. Ich war so was von nervös, dass ich einen Fehler, nachdem anderem machte. Bald wäre ich raus gewesen und Ariane, die vor mir dran war, zeigte Erbarmen. Sie sah mir kurz in die Augen und sagte:
„Ich will dir nur mal einen Schubs in die richtige Richtung geben, sonst wird das ja ein frustrierender Abend für dich.“
Sie machte einen Zug, der mir über die nächsten Runden half, während sie ihre linke Hand auf meinen Oberschenkel legte und mich sanft streichelte. Ich war trotzdem als Erster raus, denn ich konnte mich von da an noch weniger auf das Spiel konzentrieren.
Arianes Hand war langsam bis in meinen Schritt gewandert und strich mittlerweile über die große Beule in meiner Hose. Immer wieder leckte sie sich über die Lippen und sah mich verstohlen an. Auch wenn mein Verstand sagte; beende das, hatte anderes die Führung übernommen und ich verhielt mich passiv.
Die Anderen konnten es von ihren Positionen aus nicht sehen, denn der Tisch war im Blickfeld. Ariane verhielt sich, als wäre sie hochkonzentriert beim Spiel und ich mühte mich, meine Erregung nicht zu zeigen. Es gelang mir anscheinend gut, denn alles schien sich nur ums Spiel zu drehen. Nur Gina lächelte mich wissend an. Ihre Augen blitzten schelmisch und mit der Zunge fuhr sie sich sinnlich über die Oberlippe.
Du kleines Miststück, dachte ich, ihr habt das geplant.
Ariane ließ den Rest des Abends nicht locker und mir schmerzte schon der Sack, so heiß war ich wieder einmal.
Als wir uns verabschiedeten, richteten es die beiden Frauen so ein, dass wir beim Tischabräumen kurz allein in der Küche waren. Die einen Kopf kleinere Ariane drückte mich an den Schrank, griff mir in den Schritt und sah von unten herauf in meine Augen.
Ich hielt die Luft an und stöhnte verhalten auf. Gina positionierte sich in der Tür, damit wir nicht überrascht würden, warf mir aber einen Blick zu, als wollte sie sagen:
„Mach jetzt ja das Richtige.“
Währenddessen knetete Ariane sanft meine Eier, strich über mein steifes Glied und sagte:
„Ich würde den gerne mal in mir spüren. Hast du über unser Angebot nachgedacht?“
„Ich dachte, das hat sich erledigt“, antwortete ich zitternd.
„Hat es nicht. Ich hoffe, du sagst jetzt zu“, flüsterte sie und strich noch einmal kräftig über meine Latte.
Ich war so heiß, dass mein Verstand aussetzte und ich antwortete:
„Wenn ihr zwei das so sehr wollt, okay, dann ja. Auch wenn ich mich ein bisschen davor fürchte, der Sache nicht gewachsen zu sein.“
Ariane drückte noch einmal ganz kurz meine Eier und sagte leise lachend:
„Keine Angst, das wird ein ganz tolles Erlebnis für uns alle, da bin ich mir sicher.“
Mit diesen Worten ließ sie von mir ab und nickte Gina kurz zu.
„Ja“, sagte sie leise, triumphierend und Gina löste sich aus der Tür.
Sie klatschte Ariane kurz ab, nahm mich in den Arm und küsste mich liebevoll.
In diesem Moment kam eins der anderen Pärchen in die Küche, stockte kurz und die Frau sagte:
„He, ihr zwei. Ihr könnt wohl nie genug bekommen. Hebt euch das für zu Hause auf.“
Ich wurde rot bis über beide Ohren und alle lachten herzlich.

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