Als wir das Wasser abstellten, wussten wir, dass dies für uns ein Ende bedeutete. Jede trocknete sich schnell ab, zog sich an.
Dann kam der Abschied. Unsere Hände hielten sich länger fest als nötig – als könnten wir die Zeit anhalten oder diesen Moment einfrieren. Ihre Augen suchten meine; sie waren voller Dankbarkeit und einer Traurigkeit, die mich beinahe überwältigte.
„Ciao“, sagte sie schließlich leise – fast flüsternd.
Ich wollte etwas sagen – irgendetwas –, aber meine Kehle war wie zugeschnürt. Also nickte ich nur stumm und sah ihr nach, wie sie ging … bis die Tür hinter ihr ins Schloss fiel.
Sie verschwand aus meinem Leben, wie sie es angekündigt hatte, aber nicht aus meinen Gedanken.
Ja, ich denke noch oft an diese paar Minuten unter der Dusche mit Erika. Ihre warme Haut. An den Duft des Duschgels. Auch wenn wir keinen Sex hatten, war es eine der sinnlichsten Erfahrungen, die ich jemals hatte. Und auch, wenn es wirklich nur bei dem einen Mal blieb – ich bereue es bis heute nicht. Weder, dass ich zugesagt habe, noch dass ich mich danach nie bemüht habe, sie erneut zu sehen.
Für mich war Erika ein Beweis dafür, dass das Leben so viel Unerwartetes, so viel Magisches bereithält. Und gerade, weil ich der Meinung bin, dass Erika ein Geschenk des Schicksals an mich war, habe ich noch niemandem von ihr erzählt. Denn das Teilen dieser Erzählung, das könnte die Magie des erlebten Moments zerstören.
Aber Dir, der Du dies nun gelesen hast, Dir vertraue ich, dass Du Dir vorstellen kannst, was ich damals gefühlt habe. Wie erregend es war. Wie schön. Wie vertraut. Und wie zärtlich. Und wie dankbar ich bin, dass ich es damals gewagt habe, dieses wunderbare Geschenk anzunehmen, das mir das Schicksal gemacht hat.
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