Ich fühle mich geehrt. Aber“, zögerte ich, „kannst du noch etwas konkreter werden, damit ich mir einen Preis ausdenken kann?“
„Naja, ich dachte, du kannst mal rüber kommen, wenn ich alleine bin. Ich würde dir auch was anbieten.“
„Du meinst, wenn du länger alleine bist? Und ich ein bißchen länger Zeit habe?“
„Ja, genau das meine ich.“
Wir waren beide etwas nervös und verlegen geworden, als es so ausgesprochen auf dem Tisch lag. Wir wußten beide genau, um was es ging, obwohl es nicht direkt mit Worten gesagt worden war. Wenn uns jemand gesehen hätte, hätte er den Eindruck gehabt, daß wir uns gewaltig zusammennehmen mußten, um nicht gleich an Ort und Stelle übereinander herzufallen.
Ein paar Tage später klingelte das Telefon. Sie war am Apparat.
„Du, ich bin die nächsten zwei Tage alleine. Hast du Zeit? Oder willst du mein Angebot doch ablehnen? Du hast mir auch noch keinen Preis gesagt.“
„Doch, das gilt noch. Ich könnte sogar gleich rüberkommen. Und um den Preis mach dir mal keine Sorgen. Das erste Mal ist ein Werbegeschenk. Das hol ich dann beim zweiten Mal wieder raus. Wenn`s ein zweites Mal gibt. Ich weiß ja nicht, was du anlegen willst."
Unser Wortwechsel hätte für einen Außenstehenden völlig nüchtern und geschäftsmäßig geklungen. Aber meine Gefühle spiegelten sie in keiner Form wider. Ich war ziemlich aufgeregt und in meiner Hose hatte sich schon beim Klang ihrer Stimme Leben gerührt. Durch unser Gespräch waren meine Antennen voll auf Lust gepolt. Mein Herz hämmerte, als ich mich ins Auto setzte.
Ich fuhr rüber. Ich hatte den Finger noch nicht von der Klingel genommen, da drückte sie den Türöffner. Die Wohnungstür war offen, also ging ich rein. Sie erwartete mich im Wohnzimmer und nun staunte ich. Sie hatte sich richtig in Schale geworfen. Sie trug ein enges, ärmelloses Kleid aus grüner Seide. Das Kleid brachte ihre Figur gut zur Geltung.
Ein unmoralisches Angebot
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Ein unmoralisches Angebot
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