Unschuldig schmeckt anders

34 7-12 Minuten 1 Kommentar
Unschuldig schmeckt anders

Unschuldig schmeckt anders

Chloé d'Aubigné

Der Anwalt erschien, zog ihn ins Sitzungszimmer zürich – und wie immer: Die Croissants waren danach verschwunden.
Ich blieb zurück, überrascht von meinem eigenen Mut. Doch in seinem Blick, kurz bevor er sich abwandte, lag dieselbe Spur von Erregung – dieses stille Wissen, dass etwas beginnen konnte.
Und tatsächlich. Nur wenige Tage später stand sein Name wieder im Kalender. Ein kurzfristiger Termin, hieß es. Als die Gegensprechanlage summte, war seine Stimme da: „Die Tür zur Garage klemmt.“
„Geh doch runter und kümmere dich drum“, hieß es über meine Schulter hinweg.
Ich tat es. Und während ich die Treppe hinabstieg, klopfte mein Herz gegen die engen Grenzen meiner Vernunft. Der Blazer bot kaum Schutz; die Luft in der Garage war kühl. Ich blieb einen Moment vor der Tür stehen, atmete tief ein – und wusste: jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich wollte keinen Alltag, keine Regeln, sondern Erinnerung.
Als ich die Garage betrat, sah ich ihn sofort. Er lehnte lässig an einer Säule und lächelte mich an.
«Tut mir leid, ich bin solche Situationen nicht gewohnt. Aber ich dachte, ich warte in einer klassischen Hollywood-Pose auf Sie. Oder zumindest einer, die ich dafür gehalten habe», gab er in seinem unvergleichlichen Stil von sich.
Die Atmosphäre zwischen uns war anders hier unten. Hier war er kein Mandant mehr, es würde keine Verhandlungen geben – wir waren nur zwei Menschen, die für einen Moment dem Alltag entkamen. Und die etwas total Verrücktes tun wollten.
Ich schritt ruhig auf mich zu, bemühte mich, weder zu schnell noch zu langsam zu sein. Mir war bewusst, dass es eine einmalige Chance war. Und ich wollte sie zu etwas Besonderem machen, indem ich sie nicht nur zuließ, sondern auch aktiv mitbestimmte.
Als ich vor ihm stand, berührten sich ganz kurz unsere Hände, unsere Blicke suchten sich.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 1797

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Eine wirklich lesenswerte Erotikgeschichte

schreibt Benko

Chapeau! Eine der besten Erotik-Geschichten, die ich bisher gelesen habe! Ein Tabu—Thema einfach genial aufbereitet. Beste Grüße Ulli

Gedichte auf den Leib geschrieben