Als ich sie anblickte, wusste ich, dass es ihr gleich ging.
Doch in ihren Augen waren nicht nur Lust und Neugier. Ich sah auch etwas Warmes. Vielleicht war es Anerkennung, vielleicht war es Erleichterung. Und vielleicht war es wie bei mir. Vielleicht war es nur das Gefühl, endlich einmal wieder so richtig gesehen zu werden. Als Frau. Als wunderschönes und sinnliches Wesen, das sich so sehr nach Aufmerksamkeit und Zuwendung sehnte.
Meine Hand ging wieder auf Wanderschaft. Sie berührte meine Brust, nahm sie in die Hand und drückte zu, massierte sie sanft. Mein Gegenüber tat es mir gleich, als spiegelte sie mich. Wir ließen uns nicht aus den Augen. Zwischen uns knisterte es so, dass ich mir sicher war, dass man es hören musste. Aber niemand hörte etwas, niemand kam. Wir waren weiterhin allein. Außer Reichweite, aber doch so nah, wie ich kaum einer anderen Person je gewesen war. Sie ließ ihre Hand auf Wanderschaft gehen, ihre Seite heruntergleiten. Bis hinunter zum Stoff des Bikinihöschens. Dabei betrachtete sie mich intensiv. Nicht mehr, weil sie wissen wollte, ob dies für mich auch in Ordnung war. Sondern weil sie sehen wollte, wie sehr ich meine eigenen Berührungen genoss.
Meine Finger folgten den ihren und dann übernahmen sie wieder die Führung. Noch über dem Stoff des Slips ließ ich sie zwischen meine Beine gleiten. Und bildete mir ein, selbst durch den Stoff zu fühlen, wie feucht und heiß ich war. Dabei dachte ich nicht darüber nach, ob ich dabei schön aussah oder lächerlich. Zum ersten Mal seit langer Zeit versuchte ich nicht, mich von außen zu sehen oder gar attraktiv zu wirken. Hier musste ich keine Wirkung erzielen, niemandem genügen und keinem Bild entsprechen. Hier durfte ich einfach fühlen und mich verwöhnen. Ich war nur mein Körper und der hatte auch Urlaub verdient.
Unter fremder Sonne
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Unter fremder Sonne
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