Sondern wünschte ihr nur, dass sie dasselbe empfand wie ich. Eine befreite Lust.
Meine Bewegungen wurden schneller. Ich konnte und wollte mich nicht mehr zurückhalten. Ich wollte nur noch kommen. Also umspielte ich mit meinen Fingern fester meine Klitoris. So, wie ich mich früher immer zum Kommen gebracht hatte als Teenagerin. Nur zwei Finger, in der Mitte meine Klitoris. Keine direkten Berührungen an dieser, aber so nah rund um sie, dass ich es nicht lange mehr aushalten würde.
Ich vermute, sie hatte auch ihren Rhythmus gefunden. Und wollte auch nicht länger warten. Denn obwohl sie mich weiter ansah, wirkte ihr Blick verklärter und ihre Augen schlossen sich immer wieder kurz.
In mir baute sich eine Welle auf und ich wusste, dass sie mich mit sich forttragen würde. Die Geräusche des Strandes rückten in die Ferne. Das Meer, der Wind, das Rascheln der Palmen – alles wurde undeutlich, als würde ich unter Wasser liegen. Ich sah nur noch das Gesicht der anderen Frau und den Ausdruck darin, der zwischen Konzentration und einem kaum merklichen Lächeln lag. Und obwohl ich dagegen ankämpfte, musste ich die Augen schließen. Ließ mich mitreißen, ließ zu, dass mein Körper zuckte. Dass ich stöhnte. Und mich verkrampfte. Dass ich dabei beobachtet wurde und wahrscheinlich nicht besonders gut aussah, war mir egal. Nur als ich hörte, wie auch sie plötzlich heftig aufstöhnte, freute ich mich. Es war also auch ihr gelungen, fast zeitgleich zu kommen. Irgendwie fühlte sich dies so an, als wäre es auf eine merkwürdige Art nur fair und richtig.
Ich wurde von einer unbekannten Leichtigkeit erfasst. Nicht nur hatte sich die Spannung der letzten Wochen entladen. Es war mir gelungen, meine eigene Lust endlich nicht mehr zu verstecken, nur weil niemand sie eingefordert hatte.
Unter fremder Sonne
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Unter fremder Sonne
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