Ein paar Tage, in denen es nur um uns gehen sollte.
Nur um uns.
Diese Worte trafen mich sogar, als ich sie dachte. Und ich war froh, dass ich eine Sonnenbrille aufhatte, weil ich merkte, wie meine Augen leicht feucht wurden.
Vielleicht, dachte ich, würde er tatsächlich bald zurückkommen und ich wäre einfach viel zu pessimistisch und dramatisch. Vielleicht würde er mich überraschen. Vielleicht würde er irgendwann neben mir auftauchen, sich in den Sand setzen und sagen, dass er fertig sei. Dass er mich vermisst habe. Dass wir jetzt endlich diesen Urlaub beginnen konnten.
Aber ich kannte ihn.
Aus schnell mal wurde bei ihm ein Vormittag. Und dann auch meistens noch ein Nachmittag. Aus einer kurzen Nachricht an einen Kollegen wurden mehrere E-Mails und Telefonate, aus einem kleinen Problem eine ganze Liste neuer Probleme, die plötzlich dringend waren. Und die natürlich nur er lösen konnte, denn so etwas wie eine Urlaubsvertretung schien er nicht zu haben. Und wenn er schließlich zurückkam, war sein Gesicht müde und seine Gedanken waren irgendwo, aber nicht in jenem Moment.
So würde es auch heute sein. Wahrscheinlich würden wir erst beim Abendessen wieder gemeinsam Zeit verbringen und dann würde er erschöpft sein. Er würde mir zuhören, wenn ich von meinem Tag erzählte, aber seine Antworten würden kurz bleiben. Vielleicht würde er lächeln, vielleicht meine Hand berühren. Und ich würde mich dafür schämen, dass mir das nicht mehr genügte. Und mich gleichzeitig ärgern, dass ich mich mit so wenig zufriedengab.
Dabei hatte ich mich so auf diese Tage gefreut.
Nicht auf das luxuriöse Hotelresort, das wir uns diesmal gegönnt hatten. Nicht auf die Ausflüge oder die Kulinarik. Auch nicht auf die großartigen Fotos von den Tagen, die wir später unseren Freunden zeigen könnten. Ich hatte mich auf ihn gefreut.
Unter fremder Sonne
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Unter fremder Sonne
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