unverfrorene Freundschaft - Teil I

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unverfrorene Freundschaft - Teil I

unverfrorene Freundschaft - Teil I

Madam Lasterhaft

Feste, lauter werdende Schritte gefolgt von einem dumpfen Geräusch von aneinandergeratenem Glas weckten Marie aus ihrem Tagtraum. Buff! Ein Kurier hatte die Lieferung aus dem Labor unsanft auf dem Boden vor ihrem Arbeitszimmer abgestellt. Sie öffnete die Tür, griff mit der einen Hand nach dem tadellos aussehenden Karton und unterschrieb rasch den ihr vor die Nase gehaltenen Zustellungsnachweis mit der anderen Hand, um erneut in ihre Welt abtauchen zu können. Es blitzte dabei wohl etwas von ihrem Unmut über die unsanfte Weckmethode aus ihren Augen, denn der Bote murmelte „Sorry, die Proben sind noch alle heil, versprochen!“ Leicht genervt wendete sie sich ab und stieß mit ihrer Ferse die Tür zu, riss kurzerhand die Verpackung an einem abstehenden Ende des Klebebandes auf. Nochmal Glück gehabt. Die kostbaren Flüssigkeiten waren unversehrt. Laborarbeit war Fingerspitzenarbeit. Arbeit die sie liebte.

Mit ihren knapp über zwanzig Lenzen stand Marie die Welt offen. Äußerlich wirkte sie wie eine frisch gecastete Schauspielerin einer Arztsendung. Sie hatte feine, leicht weibliche Rundungen, etwas Luftiges umspielte ihre gesamte Gestalt. Marie war gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Der Beruf ist gemeinhin unter der Bezeichnung Krankenschwester geläufig. Nach dem mehrjährigen Marathon zu einem sehr guten Abitur hatte sie sich entschieden sich erst einmal ums Geldverdienen zu kümmern. Die häufig wechselnden Patienten, das triste Grau in Grau der Flure unterstrichen durch grelles, kühles Neonlicht, welches durch den glatten PVC des Bodens reflektiert wurde waren nicht das, was sie auf Dauer als erstrebenswerten Rahmen für ihren beruflichen Alltag erachtete.

So blieb sie ein halbes Jahr in dem Lehrkrankenhaus, an dem sie ihren Abschluss erlangt hatte um dann alsbald in eine ruhigere Praxis mit nunmehr kleinerem Publikum und Labor zu wechseln.

Der freche Pony ihrer dunkelrot gefärbten Haare wurde, wenn Marie Laborwerte auswertete oder am Patienten war, ab und an mit einem kurzen Atemstoß nach oben befördert, wenn er ihr im Weg war. Meist blickte sie dann für einen Augenblick schelmisch grinsend auf. Ihren mandelförmigen, blauen Augen konnte genauso wenig jemand etwas entgegenbringen wie den Worten, die aus ihrem perfekt geschminkten, roten, ebenmäßig geformten Mund kamen. Sie wusste was sie wann zu wem zu sagen hatte und war auch nie um einen frechen Kommentar verlegen. Die weiche, unverkennbare Klangfarbe ihrer Stimme ging in die teils verstockten Seelen und Gemüter ihrer Mitmenschen. Daher konnte sie öfter als ihrer Kollegin lieb war auf Vorschriften verzichten, so bis auf weiteres beispielsweise auf einen lästigen Haarreif oder Spangen, die ihr Haar ordnungsgemäß aber eben zu brav für ihren Geschmack zurückhalten würden. Den Rest der glatten, langen, üppig vorhandenen Haare hatte sie mit einem schwarzen Haargummi am Hinterkopf zu einem Pferdeschwanz zusammengefasst.

Das Textilgewebe des weißen Oberteils spannte sich über ihre Brüste um ihren zarten Oberkörper. An manchen Tagen verzichtete sie auf gepolsterte Cups ihres BHs, sodass unmittelbar zu sehen war, wenn es der jungen Dame etwas kühl wurde. Sie bewegte sich galant vom Eingangstresen der Praxis zum Wartezimmer und zurück. Dabei konnte der ein oder andere aufmerksame Beobachter den kleinen, wohlgeformten Po sehen, dessen kleine Pobacken im schnellen Gang auf- und abwippten. In der räumlich eng geschnittenen Praxis konnte es durchaus vorkommen, dass Marie leicht einen Patienten der auf der Wartebank saß streifte. Wenn Marie sich bücken musste kamen die Grübchen an ihrem unteren Rücken zum Vorschein. Manch einer nannte sie Venus-Grübchen. Ein besonderes Geschenk von Mutter Natur.

Die einzelnen Sommersprossen an ihrer schmalen, markanten Nase ließen genauso wie ihre offene, unkomplizierte Art auf ihren jugendlichen Übermut schließen. Dieser wurde dann eingefangen, wenn sie konzentriert einem Patienten die Adern herausarbeitete um etwas von dessen Lebenssaft abzuzapfen. Ihre feingliedrigen Finger tasteten fachkundig die Oberseite der Hände und Beuge des Armes ab bis sie ihr Ziel fanden. Marie hätte dies mit verbundenen Augen tun können. Die Patienten der Praxis verlangten oft nach ihr. Sie genossen im Zentrum der Aufmerksamkeit Maries zu sein. Ihre Chefin konnte sich über regen Zulauf an Patienten freuen. So verging die Zeit, zuverlässig zapfte sie Blut ab, wertete Ergebnisse aus, wog und maß, ordnete Daten, legte Akten ab. Sie begrüßte die Patienten mit einem Lächeln, persönlich oder am Telefon, versorgte und verabschiede sie.

Schließlich war der März gekommen. Marie hatte ihr erstes Jahr an der Seite ihrer Brötchengeberin hinter sich gebracht. Die Praxis war belebt und am Stadtrand einer Großstadt untergebracht. Marie nutzte die Pausen um eine Runde in der riesigen Parkanlage spazieren oder joggen zu gehen. Die Praxis verfügte glücklicherweise über eine Waschgelegenheit, die Marie oft gerne in Anspruch nahm. So auch heute: Sie streifte nach einer großen Joggingrunde alle Schichten ihrer Kleidung ab und begab sich unter den wohltuenden Schauer der Dusche. Der Strahl des chromfarbenen Brausekopfs wusch sämtliche körnig getrockneten Schweißüberreste weg. Sie genoss wie er über ihren blank rasierten Venushügel sanft zwischen ihre Schamlippen drang. Kleine Sturzbäche flossen über ihre vom Wasser dunkler gewordenen Haare am Schlüsselbein vorbei, hinab zwischen ihren Brüsten, ihren Flanken zur Innenseite ihrer jugendlichen, straffen Schenkel. Um ihr Erleben zu intensivieren öffnete sie mit dem Zeige- und mittleren Finger die großen Schamlippen und verschaffte dem Wasserstrahl Zugang zu ihren inneren kleinen Schamlippen in der die rosig gerötete Klit verborgen lag. Die sanften Strahlen ließen ihre Lust Stück für Stück nach oben klettern. Sie spürte mit jedem Kontakt wie ihr inneres Hochgefühl nach oben stieg. Wellenartig durchdrang sie das pure Verlangen sich weiter zu stimulieren. Sie lehnte sich mit ihrer rechten Schulter gegen die kalten Wandfliesen und fühlte wie der Orgasmus immer näher trat, bis er schließlich unmittelbar bevorstand. Sie wollte es dennoch für einen Moment hinauszögern. Sie bereute für eine Sekunde, dass der Wasserstrahl keine automatische Intensitätssteuerung durch ein Programm hatte, ähnlich wie ihr geliebter Vibrator, der blöderweise in ihrer Nachttischschublade lag. Marie kam zum Schluss selbst das Kommando zu übernehmen und sich nicht von einem Stimulations-Programm abhängig zu machen. Wäre doch gelacht, wenn ihr Höhepunkt nicht noch besser werden würde als durch ein vorgegebenes Programm initiiert. Der Duschkopf wurde an der Wandhalterung befestigt, damit sie sich den sanften Strahlen wie auf einem gedankenverlorenen Ritt entgegenwinden konnte. Einen Fuß hatte sie auf den Sims der Wanne abgelegt, der andere erdete sie und stand fest auf dem Boden der Wanne. Ihre Sehnen spannten sich an, ihre Zehen zogen sich vor Erregung zusammen, ihre Klit war hochrot und beinahe groß wie eine kleine Erbse. Zeit um mit ihrem Lieblingszeigefinger den Höhepunkt der Lust zu erklimmen und sich für ein paar Sekunden mitreißen zu lassen. Sie fühlte das Feuer in ihr aufsteigen, ihr Atem ging flach, stoßweise. Noch ein, zwei Atemzüge und der Höhepunkt würde sie verschlingen und für ein paar Sekunden erfüllen.

Es kostete sie schier unmöglich aufzubringende Disziplin ihr Spiel in dem Moment zu unterbrechen indem es energisch an der Tür klopfte. Poch, poch, poch. Sie atmete eine Sekunde durch, um mit für Außenstehende kaum merklichem unbeherrscht geladenem Unterton in der Stimme das Pochen der Tür zu erwidern: „Was ist denn? Ich bin gleich zur Stelle!“ Sie versuchte das auf dem Badschränkchen bereitgelegte Handtuch zu greifen und lehnte sich weit aus der Wanne. Stände ein Liebhaber hinter ihr hätte dieser mit Sicherheit die Situation ergriffen, ihre verlockenden Rundungen und Lust auszukosten, bevor das Schlingengewebe des Handtuches jeden Tropfen Wasser und Lustflüssigkeit in sich aufgesaugt hätte. Maries Muskeln waren durch die Wärme gut durchblutet und gedehnt, ihre Haut dampfte durch das warme Wasser, sodass sie sich weit gen Handtuch strecken und das himmlisch weiche Frottee Handtuch mit den Fingerspitzen greifen konnte. Mit ein paar geschickten Fingerbewegungen angelte sie es Stück für Stück millimeterweise zu sich. „Nur nicht ausrutschen!“ sagte sie sich und blieb standhaft bei ihrem Vorhaben. Als es weit genug in ihrer Handfläche lag, zog sie es mit einer ausholenden Handbewegung zu sich und trocknete sich in Blitzgeschwindigkeit ab, um die verstrichene Zeit nachzuholen, die es sie gekostet hatte spielerisch nach ihrem Tuch zu angeln anstatt aus der Wanne zu steigen und das Risiko einzugehen auf den glatten Fliesen des Bodens auszugleiten und zu fallen. Sie zog ihre weiße Kleidung an. Diese war durch die Waschbehandlung der hiesigen Wäscherei hart und steif, fühlte sich im Vergleich zu dem weichen Handtuch wie eine Beleidigung für ihre samtene Haut an. Die Zeit lief davon, die Patienten warteten. Durch Eile getrieben knotete Marie ihre Haare mit behänden Bewegungen an ihrem Hinterkopf zusammen. In voller Arbeitsmontur straffte sie ihre Schultern und blickte sich für eine Sekunde streng im Spiegel an ehe sie in voller Montur zurück in den Arbeitstag schritt.

Mental einigermaßen gesammelt betrat sie Eingangsbereich der Praxis. Lediglich die nicht vorhandenen Socken ließen auf ein schnelles Anziehmanöver schließen. Wer Marie gut kannte, sah es an ihrem ungeschminkten Mund und den nachlässigen, schlampiger als sonst zusammengebundenen Haaren, welche zu einem losen Knoten zusammengeknautscht mit einem Haargummi befestigt waren. Kleine Strähnen hatten sich gelöst und hingen undefiniert an ihrem Hals. Manche Strähne rankte durch die Feuchtigkeit bedingt an ihrem Nacken entlang wie wild gewachsene kleine Lianen. Wäre sie eine professionell tätige Prostituierte hätte sie diese Liederlichkeit möglicherweise den ein oder anderen peniblen Freier gekostet.
Marie verzieh sich das, zu abrupt war ihr sinnliches Intermezzo vorüber gewesen um die gewohnte Sorgfalt an den Tag zu legen. In wenigen Augenblicken hatte sie ihren Fokus in der Gegenwart. Ein sportlich aussehender Mann lag auf der Wartebank gegenüber des Praxiseingangs und hielt sich das blutende Schienbein mit einem Taschentuch. Er hatte sich auch ein Knie aufgeschlagen und seine Handflächen aufgeschürft. Neben ihm kleiner Junge stand und stammelte aufgeregt mit von Sorge gezeichnetem Blick: „Ich wollte das nicht! Können Sie sein Bein und die Hände wieder gesund machen?“ Die Ärztin des Hauses war noch nicht aus ihrer Pause zurück.

Marie schickte den Jungen mit ihrer Kollegin in das zweite räumlich abgetrennte Wartezimmer. Sie holte das Verbandszeug und reinigte die Wunden. Als sie großes Pflaster auf dem Knie anbrachte, konnte sie ihren Patienten näher betrachten. Dabei stellte sie fest, dass er bestimmt erst Anfang 30 war. Er hatte muskulöse Beine, seine Muskeln waren deutlich unter der Haut zu sehen. Sie griff mit ihrer Hand nach der Wade um sie in die richtige Position zu bringen, damit der Wundschnellverband möglichst gut und lange seine Dienste tat. Bei der Berührung ihrer Finger auf seiner Haut sah sie, wie sich dort eine Gänsehaut bildete. Sie war sich nicht sicher, ob es dem verunfallten Mann schauderte oder diese Reaktion vom Wohlgefühl über ihre Berührung ausgelöst wurde als Kontrasterlebnis nach dem unschönen kleinen Unfall. Sie blickte ihn daher prüfend an. Der Moment indem sich ihre Blicke trafen wirkte wohl wie eine Aufforderung zu sprechen für ihn. Er erzählte: „Der Junge hat wohl gespielt und hat dabei etwas in mein Vorderrad geworfen, als ich um die Ecke bog. Ich wäre nicht hierhergekommen, aber er sagte er kenne sie vom Sehen und habe beobachtet, wie sie in die Praxis gegangen seien. Entschuldigen Sie die Störung.“ „Keine Ursache“, antwortete Marie leise und erledigte die letzten Handgriffe. Der Mann war tapfer, lediglich ein wenig angespannte Kiefermuskeln und das Anhalten seines Atems verriet, dass dies keine Prozedur war auf die er jeden Tag sehnlich wartete.

Seine grünen Augen hatten einen blauen Schimmer und betrachteten sie neugierig. Als er sich aufrichtete sah Marie wie groß er war. „Er ist bestimmt um die 1,90cm!“ schoss es ihr durch den Kopf. Im Anschluss nahm sie für die Unfallmeldung die Daten des jungen Mannes, welcher sich als Alexander vorstellte und des Jungens auf. Er war 28 Jahre alt und wohnte am anderen Ende des Stadtviertels. Bis auf seine für ihren Geschmack zu eng sitzenden Radlershorts und das kunterbunte, mit Sponsoren bedruckte Oberteil sah er recht gut aus konstatierte sie für Außenstehende unauffällig.

Als die Ärztin zurück war klärte Marie diese über den Sachverhalt auf und gab Alexander noch einen Tetanus Schutz mit auf den Weg. Er war kein Fan von Spritzen. Von ihr ließ er sie sich geben, weil sie die Zeit verlängerte in der er sich etwas einfallen lassen konnte, um Marie wiederzusehen. Ihm fiel nichts ein. Zu ungewöhnlich war die Situation für ihn. Zu berauschend Maries Duft und Erscheinung. Doch er war sich sicher, er würde wiederkommen. So verließ er mit dem Jungen frohen Mutes hinkend und dennoch zufrieden lächelnd die Praxis und schob sein Rennrad mit den verbogenen Speichen des Vorderreifens die Straße entlang bis zur nächsten Bushaltestelle um sich dort einsammeln zu lassen.

Marie war eine geborene Überfliegerin, sie war sehr schnell. So war sie in kurzer Zeit mit den Abläufen der Praxis vertraut, sodass sie die übrig gebliebenen Stunden dazu nutzte, um in der in der Praxis befindlichen Fachliteratur zu stöbern. Als sie eines Tages in einem Buch blätterte öffnete sich plötzlich die Tür des Behandlungszimmers. Vor ihr stand ihre Chefin! Sie schlug auf frischer Tat ertappt beide Buchdeckel eines Buches zu und schob es hastig in die Bücherwand. Ihre Wangen wurden dunkelrot und sie suchte nach passenden Worten.

Die Ärztin mit prüfendem Blick auf sie zu und sagte ihr „Sie müssen sich nicht verstecken, ich finde ihr Interesse an der Medizin großartig Marie. Sie können, wenn es die Zeit zulässt, ab sofort mit in die Anamnese um mit mir anschließend auszuwerten, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. In Ihnen schlummert ein brillanter Geist, der weiterwachsen möchte. Wenn das gut funktioniert werde ich Ihnen ein hervorragendes Empfehlungsschreiben für das dann bevorstehende Bewerberverfahren ausstellen“. Marie war begeistert. Das war ihre Chance! Ihr Sprungbrett zum Erfolg, denn ihr Abitur wies hinter dem Komma ihrer Eins leider eine weitere Eins auf. Was für ein Makel! Seit diesem Jahr war es dennoch trotz dieses nicht ganz makellosen Schnittes ein Medizinstudium möglich unter der Bedingung gute Praxisreferenzen aufweisen zu können.

„Sehr gerne!“, erwiderte sie also begeistert. Der Tag ging wie im Schnelldurchlauf an ihr vorüber während sie sich ausmalte, was für Möglichkeiten sie nach dem Medizinstudium haben würde. Vielleicht könnte ihr eines Tages die Praxis zu eigen werden.

Die Zeit verging. Mit zunehmender Erfahrung stieg auch die Komplexität der Fallstudien, mit denen Marie sich auseinandersetzte zum normalen Tagesgeschehen. Ihr Wissensdurst war schier unbeherrschbar. Sie durchdrang nicht nur in der Theorie, sondern auch die Menschen, die ihr gegenübersaßen. Ihre Iris erweiterte sich vor Verlangen nach mehr wenn ihr das Wohl eines Patienten, und damit die Hauptverantwortung, übergeben wurde.

In der Praxis spürte sie wie sie innerlich darauf wartete zu erfahren, was mit den Patienten geschah, die an Fachärzte weiterüberwiesen wurden. Die Zeit war gekommen. Sie war reif. Mit ihren Zeugnissen und einem frisch gedruckten Empfehlungsschreiben ihrer Chefin bewarb sich Marie an einigen medizinischen Fakultäten.

Am Ende eines jeden Arbeitstages angelte Marie hoffnungsvoll aus ihrer Handtasche den metallisch klimpernden Schlüsselanhänger, um den Schlüssel in den hauchfeinen Schlitz des metallenen Schlosses zu stecken und umzudrehen. Gähnende Leere erwartete sie für gewöhnlich. Heute war es anders. Ein großer Umschlag kam ihr entgegen. Sie fing ihn mit ihrem Arm auf und sperrte hastig den Briefkasten zu. Schnell riss sie den Umschlag mit ihrem Zeigefinger bohrend auf. Wie erwartet wurde sie zu einem Vorstellungstermin eingeladen. Sie hatte Erfolg auf ganzer Linie und bekam ihren Studienplatz. Die Tage in der Praxis waren – zumindest vorerst – gezählt.

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