Es klopfte erneut.
„Thasso ist weg, bitte sprich mit mir!“
Valerie drehte den Schlüssel um und setzte sich auf den Wannenrand und wartete.
Zögernd wurde die Tür geöffnet und ihre Mutter schaute rein. Mit wenigen Schritten war sie bei ihrer Tochter und umarmte sie. „Es tut mir so leid!“, schluchzte Erica.
Eine Weile ließ sich Valerie die Umarmung gefallen, doch dann schob sie ihre Mutter von sich: „Ich kann ja verstehen, dass du mal einen Mann brauchst, aber warum gerade meinen? Du gehst nie aus, wie sollst du dann jemanden kennen lernen? Geh mal zum Tanzen oder melde dich bei einer Kontakt Börse an. Die Männer sind nicht alle so wie mein Vater oder wie Thasso, das Schwein! Der wollte auch nur ficken!“, sagte Valerie verächtlich.
Sie erhob sich und ging zur Tür, dort drehte sie sich noch mal um und meinte: „Ich denke ich sollte mir eine eigene Wohnung suchen, damit ich endlich selbständig werde und du dir einen Mann suchen kannst!“
-*-
Die Beziehung zu ihrer Mutter, hatte einen Knacks bekommen. Erst als Valerie zwei Monate später eine eigene Wohnung gefunden hatte und aus dem Haus ihrer Mutter ausgezogen war, besserte sich ihr freundschaftliches Verhältnis wieder.
Thasso hatte mehrfach versucht, sie anzurufen und zu schreiben, doch für Valerie war diese Episode vorbei. Irgendwann hörten auch die Anrufe auf.
Erica war tatsächlich ihrem Rat gefolgt und hatte sich bei einer Dating-Plattform angemeldet und schon nach kurzer Zeit lernte sie Lorenz kennen. Lorenz war fast zehn Jahre älter als Erica, Witwer und sehr sportlich. Aber unglaublich höflich und aufmerksam! Erica blühte förmlich auf. Er machte Erica schon nach einem Jahr einen Heiratsantrag, den sie aber ablehnte, Lorenz aber bat bei ihr einzuziehen.
Valerie war skeptisch geworden, doch dann stieß sie mit Levi zusammen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Valerie und ihre Mutter
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