Vanessa steht

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Vanessa steht

Vanessa steht

Stayhungry

Vanessa stand vor einer breiten Fensterfront im Gegenlicht eines traumhaften sommerlichen Sonnenuntergangs – gebeugt, in hohen Schuhen, nackt und unfähig, sich zu bewegen. Langsam schmerzten ihre Knie ein wenig. Sie hatte auch schon geweint und es war bereits einiges passiert, was ihr eigentlich peinlich war, sie aber letztlich auch in ungekannter Intensität erregte. Nur war sie selbst schuld, hatte darum gebeten, in diese Lage gebracht zu werden. Mit breiten Lederriemen waren ihre Unterarme auf einen mit Leder gepolsterten schweren Barhocker fixiert worden. Und ebensolche Riemen umfingen sie in einer strengen, wohligen Geborgenheit, ohne einzuschneiden in ihr Fleisch, lagen um ihren Hals, auf dem Rücken verbunden mit jenen, die unterhalb ihrer Brüste um den Oberkörper verliefen und über ihren Hüften sowie unterhalb ihrer Pobacken an den Beinen. Schritt und Po waren vollkommen entblößt, ebenso ihre Brüste. Doch vom Metallring am Leder über ihrem Venushügel verlief eine Kette zum Barhocker und fixierte ihren Unterleib so, dass sie ihren Körper nur waagerecht halten konnte, und von den Ledermanschetten über den Knöcheln eine weitere durch das Gestänge des Barhockers, so dass ihre Beine nur in der Senkrechten verweilen konnten, nah am Gestühl, und ihr Po kokett gereckt blieb. Sie trug keine Augenbinde, aber ihre blonde Mähne hing über ihren mit einer dritten Kette zur Sitzfläche des Hockers hin gezwungenen Kopf nach unten und versperrte ihr weitgehend die Sicht auf ihre aufmerksamen Beobachter. In ihrem Poloch saß ein mittelgroßer, anatomisch sehr angenehm geformter, schwerer verchromter Buttplug. Es hatte ein wenig geschmerzt, als er eingeführt worden war, aber die Kühle des Metalls war sehr wohltuend, das Gefühl, so ausgefüllt zu sein auch, und langsam nahm der Stimulator die Hitze ihres Leibes an.

Sie konnte frei atmen, aber nicht dahinsinken, nicht aus Schwäche und nicht, wenn sie heftig genommen wurde von einem jener wenigen Männer, die sie von den Loungesesseln aus lange betrachteten, über sie redeten und dazu stinkende Zigarillos rauchten und starken Alkoholika zusprachen, bis dann doch in dem einem oder anderen der Entschluss gereift war, zur Tat zu schreiten. Die war das Ziel aller sehr sichtbar wachsenden Erregung und damit aber auch deren wesensgemäß nahender Tod. Aber wie könnten Männer sich dauerhaft enthalten, angesichts einer so ansprechend sich darbietenden Dame, die schon allein als erotische Skulptur atemberaubend attraktiv gewesen wäre, deren leibliche Präsenz doch weitaus mehr bestimmt wurde vom sinnlichen Duft ihrer Möse, ihrem Schweiß und dem, was ihr in ihrer Not hatte laufen lassen. Beschmutzt fühlte sie sich, doch das Begehren der Männer adelte ihr vermeintlich würdeloses Ausgeliefertsein zur Inkarnation einer angebeteten Liebesgöttin.

Angst hatte ihre Erregung genährt und in dieser Hilflosigkeit der Fessel war es fast eine Erlösung gewesen, als es endlich zum Akt kam. Nun war der Mann, den sie mehr akustisch als visuell wahrnahm, nicht ganz der Typ, der ihr üblicherweise zusagte, ein schwer schnaufender, übergewichtiger Kerl mittleren Alters, der lederne Beinkleider, Hodengurt und dergleichen trug. Er murmelte etwas von geilem Ding und scharfes Teil, er werde es dir besorgen, während er einen Gummi überfummelte, und dann schob er seinen halbwegs harten Schwanz schon in sie. Es war ein wenig schmerzhaft, aber dann genoss sie es, endlich nicht nur im Arsch gefüllt zu sein. Schnell begann er zu stoßen und wurde in ihr auch ein wenig härter. Sie schien ihn zu erregen, das gefiel ihr, wenn schon die Situation nicht wirklich anregend war. Als er sich grob in ihr Haar krallte und in die Riemen ihrer Körperschnürung, fühlte sie sich endlich benutzt und wollüstig. Ja, so war es gut, dachte sie gerade, da war's auch schon wieder vorbei. Matt ließ er ab von ihr, murmelte noch was zum Abschied und zog ab.

Noch schienen die Gäste des Abends nicht eingetroffen. Nur jene, die sich nach Dienstschluss noch schnell Befriedigung verschaffen wollten, bevor sie unauffällig nach Hause eilten und dort wohl Überstunden vorschützten für Verspätung und Erschöpfung, mussten sich schön langsam entschließen. So kam Vanessa jetzt in den Genuss mehrerer kurzer, harter Ficks. Noch nie hatte sie sich einem vollkommen Fremden hingegeben und noch nie hatte sie es mit verschiedenen Männern getrieben und jetzt geschah das alles zur selben Zeit. Erregend war sie, die Angst im Unbekannten, die Schutzlosigkeit, die fehlende Möglichkeit irgendeines aktiven Handelns, mehr als die Akte, die die Männer nun in ihr vollzogen. Es wühlte sie auf, in dieser Stellung dargeboten, willenlos begattet zu werden. Aber noch keiner hatte in ihrem Schoß das Feuerwerk entfacht, das sie doch so ersehnte.

Sie wurde natürlich bemerkt als frei verfügbar, wie sie da so verlassen und hilflos stand, und zunächst aufmunternd begrüßt von anderen Damen, die sich chic in Dessous, Leder oder gänzlich unbekleidet durch das Haus bewegten auf der Suche nach reizvollen Gelegenheiten oder einfach abhanden gekommenen Begleitern. Gut gelaunt munterten sie Vanessa auf. Das dauere immer ein wenig, bis in den Männern der Entschluss reife, weil die ja ihre Erregung lange genießen wollten, bevor sie sich verspritzten. Denn allzu oft konnte keiner, selbst mit den göttlichen blauen Pillen. Aber glücklicherweise gäbe es hier ja Männerüberschuss, so käme hier jede Frau zur Erfüllung im Laufe des Abends. Vanessa lächelte verlegen, und wünschte einen Moment, mit den vergnügten Hühnern zu ziehen, statt hier gleich das ganz große Wagnis einzugehen.

Das Warten zwischen den bisher wenigen und wenig aufwühlenden Akten hatte plötzlich ein Ende. Es hatte sich herumgesprochen, dass hier eine sehr willige und sehnsüchtige Debütantin zu finden war, die sich vollkommen preisgab. Und dann endlich begann er, der Exzess, einfach nur gefickt zu werden, endlos wiederkehrend gefickt werden ohne eine Unterbrechung, in der Vanessas Lust noch abfallen könnte.

*

Lange schon hatte Vanessa sich gesehnt nach überwältigend kraftvollen Gefühlen, dem Taumel des Widerstreits von Angst und grenzenlosem Vertrauen, der Gefahr in den Abgrund zu stürzen und dem Gefühl, sich von dessen Rand aus schwerelos in die Lüfte zu erheben. Rücksichtsvolle Leidenschaft mit Zärtlichkeit und Wollust gaben ihr Geborgenheit, in der sie sich fallen lassen konnte und durchaus sinnliche Erfüllung fand. Aber immer drängte tief in ihrem Inneren eine Sehnsucht nach Unbegrenztheit dieses göttlichen Gefühls, nach kraftvollem Leben ohne den Kleinen Tod. Dem kam eine zweite männliche Erregung bei all ihrer Schönheit nicht gleich, denn sie forderte den Gleichklang der Wellen von Ermattung und Erregung und genau dem konnte sie nicht immer ehrlich entsprechen. Und so träumte sie von wilden, seltsam gesichtslosen Männern, deren einziges Wollen war, sie in unablässiger Folge und steter Steigerung ihrer Klimax zu begatten, nur um ihre Lust niemals abfallen zu lassen. Sie schämte sich dieser Phantasien, zu denen sie stets heftig masturbierte, wann immer es sie überkam, im eigenen Bad oder auf der Toilette im Büro, und verlor dennoch mehr und mehr ihre Angst vor diesem vermeintlich dunklen Verlangen.

Es war reiner Zufall, dass Vanessa Agnes kennenlernte. Sie stieß am frühen Vormittag mit ihr in der Dusche des Fitnessstudios zusammen, als sie etwas hastig und unaufmerksam um die Ecke bog. Vanessa war alles peinlich und sie haspelte eine Entschuldigung und gleich noch eine. Agnes hingegen nahm ruhig, höflich und grundlos die Schuld auf sich und schenkte ihr ein Lächeln, dessen Blick tiefer ging, als in so einer Situation üblich wäre. Vanessa schauderte und wollte sich schnell zurückziehen, aber Agnes verwickelte sie unaufdringlich charmant in ein Gespräch und schließlich plauderten sie noch an der Bar des Cafés, dass Vanessa fast zu spät ins Büro gekommen wäre. Noch vor ihrer ersten direkten Begegnung hatte sie erkannt, dass diese Frau etwas ausstrahlte, das mehr beinhaltete als das Selbstbewusstsein einer atemberaubend attraktiven Dame in den noch besten Jahren, und immer war ihr Blick ein wenig an ihr hängen geblieben. Wenn Agnes ihn bemerkte, schenkte sie stets ein freundliches Lächeln, ohne Vanessa zu fixieren und widmete sich ihren durchaus anspruchsvollen Übungen. Sie war es wohl gewohnt, intensiv betrachtet, bewundert, begehrt zu werden und sie schien es zu genießen. Nur Hochmut war in ihrem souveränen und eleganten Auftreten nicht zu erkennen.

So waren sie nun bekannt miteinander und die Plaudereien mit Agnes wurden ein angenehmer Bestandteil von Vanessas morgendlichem Workout. Irgendwann stellte sie unbekümmert die Frage, was Agnes denn beruflich mache, denn für eine Büromaus, wie sie selbst eine war, hielt sie sie nicht, und irgendwie auch nicht für eine der üblichen gelangweilten Gattinnen erfolgreicher Männer. Agnes zögerte grinsend und sah ihr tief in die Augen, nur einen Moment, dann bekannte sie, dass sie Geschäftsführerin einer Begegnungsstätte der besonderen Art war. Vanessa runzelte verständnislos die Stirn. Wie jetzt? Das hört sich an wie ... und suchte nach dem Wort. Ein Swingerclub? lachte Agnes. Nun, das könnte man formal betrachtet so sagen. Aber es ist schon mehr. Menschen, die zu mir kommen, erforschen mit meiner Hilfe ihre Seele, um herauszufinden, was sie umtreibt und drängt, immer weiter zu suchen. Es ist die Sehnsucht nach dem Mehr, nach starken Gefühlen und bedingungslosem Vertrauen, nach dem Tanz auf dem Vulkan. Vanessa sah sie mit großen Augen an und hatte sich tatsächlich ein wenig von Agnes weg gelehnt. Agnes überging ihren Schrecken vornehm und fuhr fortzuerklären. Meist geben sich interessierte Männer und Frauen in meine persönliche Obhut, bevor sie sich selbst in den Taumel der Lüste begeben. Das ist fast eine logische Folge der Einführungsgespräche, auf denen ich bestehe. Dieses Konzept ist erfolgreicher als ich anfangs selbst gedacht hatte. Aber nur so kann ich überblicken, was in meinem Haus der sündigen Engel vor sich geht. Und es hat sich ausgezahlt, nicht jeder und jedem, nur weil er genug Geld hat, Zutritt zu gewähren.

Vanessa folgte mit großen Augen ihrem Bericht und hatte zwar den Strohhalm zwischen ihren verkniffenen Lippen, aber sie saugte gar nicht am alkoholfreien Cocktail, zu dem Agnes sie eingeladen hatte. Bist du jetzt entsetzt? fragte sie heiter. Nein, nein, haspelte Vanessa, aber das ist schon ungewöhnlich und hört sich interessant an. Na, dann besuche mich doch mal! lud Agnes sie ein, was Vanessa unverzüglich ablehnte. Agnes bedrängte sie mit keinem weiteren Wort und lenkte das Gespräch auf Vanessas Lebensumstände, was diese dankbar aufnahm. Doch ihre Neugier war geweckt und brachte eine Unruhe in ihr Leben, die sie nicht mehr los wurde. Als sie Agnes wieder traf nach ein paar Tagen, bat sie mit pochenden Schläfen und tiefroten Wangen um einen ihr gelegenen Termin. Sie wolle nur ein wenig hineinschnuppern in die verheißene verruchte Welt, nichts wirklich selbst erfahren. Agnes lächelte verständnisvoll. Natürlich kannst du kommen, wann du willst. Ich werde dir ein wenig erzählen, dir ein bisschen davon zeigen und dann mit dir herausfinden, was dich bewegt und vielleicht auch wirklich tief erregt. Wenn du dich nicht wohlfühlst, ziehen wir uns zurück. Wenn du etwas wagen solltest, werde ich immer in der Nähe sein. Vanessa schauderte angesichts ihres Wagemutes.

Sie kam aber doch.

*

Eindringlich und dennoch gänzlich unaufdringlich erforschte Agnes Vanessas Sehnsüchte und aus der sprudelte es bald nur so hervor. Sie, die sich bisher selbst so wenig von all dem eingestanden hatte, vertraute sich dieser Frau, die so stark und in sich ruhend auf sie wirkte, vollkommen an. Agnes, selbst in schwarzem Lederkorsett und hohen, geschnürten Stiefeln, bat sie schließlich abzulegen und Vanessa folgte ihr nackt in den Fundus neben Agnes' Büro, um mit ihr eine attraktive Ausstattung entsprechend ihren innersten Wünschen auszusuchen. Sie wählte, was Agnes ihr empfahl und anzulegen half. Vanessa schauderte unter Agnes' Berührung. Die war nicht übergriffig, aber auch nicht zurückhaltend. Hier ging es um Intimität, Erregung, Leidenschaft und Tabubruch. Wieso sollte sie sich Vanessa gegenüber einer zärtlichen Zuwendung enthalten? Noch konnte diese dies nicht eindeutig einordnen, ob Agnes ihr auch sinnlich zugeneigt war. Aber anders als vor ein paar Stunden noch empfand sie die erotische Nähe einer Frau überhaupt nicht mehr als irritierend, unangenehm oder gar bedrohlich. Das lag vor allem an Agnes' Person. Sie gab ihr Halt, aber sie bedrängte sie nicht. Vanessa merkte, wie sich schon nach ihr sehnte und, ein neues Gefühl, sie auch begehrte. Ja, sie war schon erregt, und nicht nur in Erwartung des Kommenden, sondern allein von Agnes' Gegenwart und Nähe.

Eigentlich wäre es sehr leicht, dir ein paar interessierte interessante Männer zuzuführen, die dich in einer ansprechenden Räumlichkeit verwöhnen und anhaltend deine Ekstase befördern, erklärte Agnes ihre Entscheidung. Du würdest eintauchen in ein Meer von Händen, Leibern, Mündern und unzähligen Armen, die dich halten, massieren, umfangen. Aber irgendetwas sagt mir, dass dir anderes viel mehr zum Höhenflug verhelfen wird, zu einem Rausch an Adrenalin und Endorphinen, einem wahren Taumel der Lust mit dem Gefühl, am Abgrund zu stehen und springen, nicht um zu fallen, sondern zu fliegen. Vanessa hatte das Gefühl, Agnes könne Gedanken lesen.

Keine Sorge, versicherte Agnes, ich sehe nach dem Rechten, ob es dir auch gut geht. Du bist nicht allein.

*

Hatten sich Interesse und Zuwendung der Männer, während Vanessa zu eigener Bewegung unfähig so stand, seit einer gefühlten Ewigkeit nur in eher wenig beglückenden Grenzen gehalten, so war Vanessa fast unvermittelt von hitzigen Leibern, erregten Gliedern und sanft oder kraftvoll fordernden Händen umgeben. Männer überall um sie und Hände, Lippen und Zungen auf ihrem Körper. Sanft geflüsterte Komplimente und schmutzige Avancen im vielstimmigen Chor mit derb gierigen Ankündigungen. Schon glitt der erste dieser Horde in sie und ritt sie zu, wie sie es kaum erinnern konnte, ihre Mähne schmerzhaft als Zügel missbraucht. Vanessa stöhnte, keuchte, wurde laut, wieso auch nicht? Endlich, endlich bekam sie diese heftigen Stöße eines wirklich harten Schwanzes. Doch ihn stimulierten ihre erotische Ausstrahlung, ihre Schreie, ihre sinnliche erfahrbare Lust weit mehr als sie und er kam in einem Stakkato kaum mehr unterscheidbarer Stöße. Nur kurz ebbte seine Gier ab, da schob sich schon der nächste in sie und begattete sie nicht weniger hart. Und bei all dem wurden ihr Haar, ihr Nacken, ihre Brüste, ihre Schenkel, ihr Arsch von unzähligen Händen gestreichelt, massiert, geknetet, hart gefasst. In ihrem lustvollen Genuss empfand sie keinen mehr als ernsthaft zu grob. Die Zärtlichkeiten der Annäherung erfolgten, noch während der vorherige in ihr hart fickte. Der Übergang vom einen zum nächsten Kerl ging schnell vonstatten und ihre Lust fiel nicht mehr ab. Einer wie der andere packten sie sie an den Hüften, rammten ihre harten Schäfte in ihren willigen Schoß. Beim Dritten oder Vierten endlich kam sie, wie sie im vaginalen Orgasmus noch nie gekommen war und den sie in diesem wahrhaften Erleben gar nicht für möglich gehalten hatte. Doch ihre Welle senkte sich nur kurz, denn die für sie gesichtslose Meute vögelte sie unablässig weiter, leidenschaftlich, hitzig, ungebremst. So kam sie wieder und wieder, bis auch der letzte sich matt aus ihr zurückzog.

Die meisten fanden ein paar nette aufmunternde Worte und wünschten ihr noch einen angenehmen Verlauf des Abends. Für ein Küsschen hoben manche ihre Mähne und dann sah sie jeweils zum ersten Mal das Gesicht ihres Liebhabers von gerade eben. Doch schnell entfernte sich das Gespräch von ihr und so stand Vanessa nun plötzlich wieder allein und der Trubel um sie herum nahm plötzlich wieder keine Notiz mehr von ihr, als wäre sie ein Möbelstück. Fehlte gerade noch, dass jemand ein Glas oder einen Aschenbecher auf ihr abstellte. Unschlüssig war sie, ob sie noch auf irgendetwas warten oder schön langsam um Hilfe und Befreiung bitten sollte. Ein bisschen wurde sie nervös, denn sie kam sich jetzt ein wenig kläglich vor, wo doch bis vor einem Moment alles von allein geschehen war, ohne dass sie sich in irgendeiner Weise hätte mühen oder entscheiden müssen.

Während sie noch so sinnierte, umfassten sanfte Hände ihre Pobacken, streichelten sie und dann fühlte sie eine weiche Zunge auf ihrer Klitoris, ihren Schamlippen und ihrem Anus. Zart leckte sie um den Bügel des Metallplugs in ihrem Hintern, ein wirklich angenehmes, schönes Gefühl. Von ihrer Pofalte fuhr diese Zunge entlang der Wirbelsäule hoch über ihren verschnürten Rücken und seitlich davon massierten kräftige Finger ihre Muskeln bis hoch zum Nacken. Und, fragte eine sanfte dunkle Stimme, wie war es, verfügbar zu stehen? Agnes hob Vanessas Haar, löste den Karabinerhaken aus dem Ring ihres Lederhalsbandes und beschmuste ihren Nacken und ihre Ohrläppchen. Oh Gott, stöhnte Vanessa matt, ich bin noch nie so heftig und oft gekommen! Ich hätte mir nie vorstellen, können, dass es so was gibt, diese unglaubliche Lust einfach nur gefickt zu werden, von irgendwem. Aber jetzt kann ich echt nicht mehr! Meine Knie schmerzen schon unerträglich. Agnes löste alle Fesseln, hakte Vanessa mit festem Griff unter und etwas wackelig staksten die beiden Grazien in Richtung von Agnes Büro. Mit strahlendem Lachen und hoch erhobenem Kopf nahm Vanessa den Applaus ihrer Liebhaber entgegen.

*

Mit immer noch schmerzenden Knien und ramponiertem Fahrgestell schlich Vanessa zu ihrem Auto, wollte nur noch duschen und dann ins Bett. Als sie nach Hause fuhr, stiegen mit der räumlichen Distanz zum exotischen Ambiente von Agnes' Haus, in dem sie sich selbst in vollkommen unbekannter Weise erfahren hatte, widerstreitende Gefühle in ihr auf. Was hab' ich da nur getan? fragte sie sich unablässig. In Wellen wurde ihr schlecht, wenn sie an all die Männer dachte, denen sie sich so vollends ausgeliefert hatte, und fassungslos musste sie sich eingestehen, dass sie dies wirklich tief befriedigt hatte und immer noch erregte. Entsetzt über sich selbst, schwor sie sich, sich nie wieder dorthin zu begeben. Ihre Neugier und ihr Bedarf an Exzess waren gestillt, ein für alle Mal. Als sie sich endlich zu diesem hochanständigen Entschluss durchgerungen hatte, fiel sie erschöpft in traumlosen Schlaf.

Kraftlos hatte sie morgens auf den Wecker gehauen, sich schlaftrunken hochgerappelt und eine neue Nachricht auf dem Smartphone gefunden: Schatz, wir haben die Reparatur noch nicht ganz hingekriegt und müssen bis morgen noch an der Anlage weiterarbeiten. Ich komme daher leider erst übermorgen wieder nach Hause. Sorry, hab' dich lieb! Ja, so war das mit dem gut bezahlten Job ihres Freundes als Servicetechniker. Da wurde sie oft unerwartet schnell zur Strohwitwe. Doch jetzt war etwas anders.

Das Bedauern, das sie in ihrer Antwort ausdrückte, war zum ersten Mal nicht aufrichtig. Denn gleich danach meldete sie sich an für die kommende Nacht in Agnes' Haus.

Ich will ein großes Bett voller Männer! schrieb sie. Stehen kann ich heute Nacht bestimmt nicht mehr!

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