Obwohl meine Bankdaten könnte ich ihnen sofort geben.“
Schon holte er sein Portemonnaie aus der Gesäßtasche, aber ich lehnte ab! „Bringen sie alles zusammen morgen in mein Büro, das reicht!“
Ich drehte mich um und ging. Ich spürte förmlich seinen Blick auf meinem Rücken. Ganz bewusst hatte ich heute keinen Rock, sondern eine Jeans angezogen. Im Nachhinein bereute ich es, denn meine hautenge Hose gab mehr von mir preis, als sie verbergen sollte.
Ich musste weg, fühlte mich in seiner Nähe unsicher und gleichzeitig zu ihm hingezogen. Was war nur los mit mir? Der Knabe war 12 Jahre jünger als ich, hatte ich es so nötig?
Meine innere Stimme sagte mir die Wahrheit: >Sandra sei doch ehrlich zu dir selber! Du bist geil und möchtest von ihm gefickt werden und das lieber heute als morgen!<
Ich konnte nicht glauben was ich da dachte, litt ich schon an Entzugserscheinungen? Scheinbar ja, denn den ganzen Tag verirrten sich meine Gedanken zu diesem neuen Kollegen. Auch am Abend, als ich im Bett lag, hatte ich das Bild noch vor Augen wie er in dem Firmenoverall vor mir gestanden hatte und mich gerade zur Begrüßung küssen wollte. Das Gefühl, das durch meine Adern rauschte als ich seine muskuläre Brust berührte, war noch so präsent, dass ich es immer noch in meiner Handfläche spürte.
***
Am nächsten Morgen lagen die Papiere von Matthias bei mir auf dem Schreibtisch. Etwas Enttäuschung machte sie bei mir breit, hätte den Knaben gerne gesehen, aber da ich erst um acht im Büro sein musste und Lagerarbeiter schon um sieben anfingen, ließ es sich nicht vermeiden. Es war wohl auch besser, wenn ich ihn aus meinem Gedächtnis streichen würde.
Etwas lustlos blätterte ich in den Unterlagen, als mir aus der zusammengeklappten Steuerkarte ein kleines Kuvert entgegen fiel. Überrascht drehte ich es in den Fingern und dann erkannte ich meinen Namen: >z. Hd. Sandra Bergius<
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