Verfluchter Edelstein

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Verfluchter Edelstein

Verfluchter Edelstein

Peter Hu

Sie galten unter den Stämmen als besonders Macht und blutgierig. Sie waren in der Tat echte Kannibalen, mit allem drum und dran. Sie jagten die Menschen zum Gefallen ihres perversen Gottes. Sie huldigten dem „Großen Ochsen“, den es ständig nach frischen Herzen gelüstete, ...genau wie die Priesterschaft nach frischem Fleisch. Im Gegenzug versprach der grausame Götze seinen Waia-Jüngern Reichtum und Macht, so lange die Blutströme nicht versiegten.“
„...Ob Ochsen keine Vegetarier sind? ...Selbstverständlich. Aber dieser ist aus Stein, und dazu ein Gott. Und wer versteht schon die Götter?“

„Natürlich stammten diese Opfer damals niemals aus den Reihen der Waia. Nur die unterworfenen Sklavenvölker hatten diesen Tribut zu leisten.
Doch eines Tages einigte der große Häuptling "Waia-Adios" die arg geschwächten Vasallenstämme. Er fegte die dekadenten Waia mit einem mächtigen Heer davon, und tilgte ihre grausame Kultur vom Erdboden.
Die Tempel wurden konsequent geschleift. Nur die unterirdischen Anlagen und der steinerne Ochse überdauerten. Denn niemand fand sich damals bereit, diese schaurigen Stätten zu betreten.“

„In der Legende heißt es, dass die Waia gewaltige Schätze angehäuft haben“, ...erkundigte sich Orn aus rein wissenschaftlichem Interesse.
„Ja“, grinste der Ex Pater. „Diese Legenden lockten schon die alten Eroberer. Und so manchen von ihnen lockten sie auch in die tödlichen Fallen des Labyrinths. Diese Falle wäre ja auch fast ihnen zum Verhängnis geworden. Schätzen sie sich glücklich, diese hübsche, intelligente junge Frau (Sabin errötete als er ihr bei diesen schmeichelnden Worten das Knie tätschelte) bei sich zu haben. Nur ihrem roten Wollfaden verdanken sie es, dass sie gerettet wurden.“

„In der Tat. Die Waia hatten durch die unermesslichen Tributleistungen ihrer Sklavenvölker, einen gewaltigen Schatz angehäuft. Aber sie verstanden unter Schätzen etwas völlig anderes, als sie es sich vielleicht darunter vorstellen mögen.“

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