Verfluchter Edelstein

7. Teil aus Professor Doctor P. Orn

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Verfluchter Edelstein

Verfluchter Edelstein

Peter Hu

Der abgefallene Priester war heute ein gut genährter Mann, der seine kratzige Kutte längst gegen die luftige Stammestracht eingetauscht hatte. Er hielt augenblicklich einen detaillierten Vortrag über die schmackhafte Zubereitung des Pytons und genoss die Aufmerksamkeit. Denn während seiner Ausführungen, nahmen zwei hübsche Jungfrauen (der Ausdruck soll nicht irreführen, er bedeutet lediglich, dass sie nicht verheiratet waren) des Stammes auf seinem Schoß Platz. Der weißhaarige Mann war allgemein äußerst beliebt. Und auch die jungen Dinger fühlten sich in Gesellschaft des Weißhaarigen augenscheinlich sehr wohl. Ali beobachtete das alles nicht ohne einen gewissen Neid; ...na zumindest wäre er jetzt gern an der Stelle des Alten gewesen...

Sabin schmiegte sich zur Sicherheit besitzergreifend dicht ihren geliebten Professor. Denn sie hatte nicht übersehen, dass die Stammesschönen eine gefährliche Konkurenz darstellten. ...Bei Aller Symphatie…
Porni schien diese Geste sehr zu schätzen. Tatsächlich ließ er bald seine warme Hand auf ihren glatten Bauch wandern, und begann ihn angenehm zu streicheln. Irgendwie war die lockere Stimmung hier doch ansteckend. Seine Hand wurde neugieriger und ging auf forschende Wanderschaft. Das hätte er sich sonst nie gewagt...

Als Orns neugierige Finger langsam in feuchte Regionen vordrangen, saß Sabin ganz still da. Keinesfalls wollte sie ihm einen Anlass geben, seine angenehmen Forschungsreisen zu unterbrechen. Sabins nackte Schenkel zeigten bereits ein rhythmisches Zucken. Auch ihr flacher Bauch zeigte deutliche Reaktionen. Zum Zeichen des Wohlbefindens, strafften sich auch ihre Brustwarzen unter dem dünnen Hemdchen…
Jetzt wurde der Professor unverschämt. Und keinesfalls sollte er damit aufhören. Zwei Finger beschäftigten sich inzwischen mit ihrer rosigen Ritze. Und mit jeder Bewegung wurde sie feuchter. Zumal sich eine Fingerspitze jetzt ausschließlich um ihre hoch empfindliche Erbse kümmerte. So spröde er sich auch gab. Orn war wirklich ein Meister im „Feigen-Geigen“….
Auf der Stelle hätte er sie jetzt nehmen können. Die Zuschauer waren Sabin jetzt mehr als gleichgültig...

Auch der abtrünnige Mönch ließ sich derweil ungeniert verwöhnen. Nicht, dass er auf „Teufel Komm Raus“ herum vögelte. Aber er genoss die Zuwendungen des jungen Fleisches, welches da im Duo versuchte, ihn zur scheinbar allseits beliebten Erzählstunde zu animieren. Die Eine knabberte sein Ohrläppchen, die Andere spielte mit seinem weißen Brusthaar; ...in einer Faszination, die wohl nur Angehörige haarloser Volksstämme begreifen können.
Doch sei es drum, der entlaufene Missionar begann zu erzählen. Und nun verstanden die weißen Gäste, warum die Indios so begierig auf seine Geschichten waren, auch wenn sie seine Worte kaum verstanden. Doch ihre Melodie war so betörend, dass es kaum verwunderte, warum ihn sein Orden einst auf Mission geschickt hatte...

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...Es kommt mir heute so vor, als wäre es schon längst nicht mehr wahr. Aber einst war ich ein überzeugt katholischer Mönch, der streng nach den Gesetzen der Enthaltsamkeit lebte. Ich hatte gerade meine Priesterweihen empfangen, da wurde ich auch schon vor meinem Bischof gerufen, welcher eine große Aufgabe für mich hatte. Ich freute mich schon auf meine erste, eigene, kleine Gemeinde. Doch mein Hirte hatte anderes mit mir vor.

So bekam ich also zu hören, dass der Heilige Vater persönlich sich darüber beklagt habe, dass sich die Wilden von Oranga sich noch immer zu ihren Götzen bekannten, ...und angeblich sogar noch Menschenfleisch verspeisten.
Ich war natürlich bestürzt. Aber noch mehr bestürzte mich die Tatsache, dass unser Geistliches Oberhaupt ausgerechnet mich dazu auserkoren hatte, diese Wilden zu bekehren.
Ich wurde also dazu auserkoren, an der Seite dreier weiterer Streiter des Herren in den Urwald zu ziehen, um den Wilden Kleider zu bringen, ...und natürlich das Wort des Herren.

Nur für den Fall, dass man uns missverstehen würde, erhielten wir jungen Priester vor Beginn der Reise also die letzte Ölung.
Denn, so hatte man uns gesagt: Die Kochtöpfe der Kannibalen waren in der Region noch heiß. Und die Erfahrungen mit früheren Expeditionen hatten gezeigt, dass wir gute Chancen auf einen langsamen Märtyrertod, und damit einen sicheren Platz in der Krichengeschichte hatten.
Na, Mahlzeit...

Scheinbar hatte man ganz klare Vorstellungen von diesen Wilden. Kaum einer unserer Vorgänger war je zurück gekehrt. Zwangsläufig mussten sie dann ja wohl gefressen worden sein. Dass es auch einen anderen Grund für das Verschwinden so vieler Kollegen geben konnte, kam unseren Römischen Vorgesetzten nicht einmal in den Sinn...

Mit einem hübsch geschnürten Päckchen von Vorurteilen im Marschgepäck, wurden wir also ausgesandt, das Wort des Herren ins Grüne Land zu tragen.

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