Verkehrsunfall

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Alnonymus

„Du bist eine verdammt durchtriebene Staatsanwältin. … Ich wette, die Prozessgegner fürchten dich.“ Ich schüttle den Kopf.
„Nein, so schlimm bin ich nicht“, werde ich angelächelt, „aber wenn ich es gestern nicht probiert hätte, wäre uns beiden eine ziemlich heiße Nacht entgangen.“
„Da hast du natürlich recht“, bleibt mir nur festzustellen.

„Übrigens, junger Mann, wenn sie meinen, sie hätten letzte Nacht noch nicht ausreichend Wiedergutmachung für den Schaden an meinem Auto geleistet, dann dürfen sie heute Abend gerne wiederkommen, und da weitermachen, wo sie vorhin aufgehört haben“, schlägt meine unersättliche Staatsanwältin für mich völlig unerwartet vor. Nie hätte ich mit einer Fortsetzung gerechnet, aber scheinbar war ich trotz meiner Jugend gar nicht so schlecht. So wird es glücklicherweise wohl nichts mit meinem ersten One-Night-Stand.
„Das zu beurteilen, überlasse ich natürlich ihnen, als Geschädigte“, versuche ich ebenfalls ernst zu bleiben, „und natürlich werde ich ihre Forderungen vorbehaltlos akzeptieren.“
„Sehr gut“, nickt sie, „dann erwarte ich sie um 18:00 Uhr. Ich bereite eine kleine Stärkung zu, und dann sehen wir weiter. … Ich empfehle Ihnen aber, gleich nach dem Frühstück nach Hause zu fahren, um sich auszuruhen, denn die kommende Nacht wird anstrengend für sie werden.“
„Selbstverständlich, nichts anderes hatte ich vor“, kann ich mir ein Grinsen nun doch nicht mehr verkneifen.

Übrigens ist auch diese Nacht nicht das Ende, sondern erst der Beginn unseres heimlichen Fick-Verhältnisses. Fast wöchentlich lädt mich Claudia in ihrer Penthousewohnung ein, bietet sie doch einiges mehr an Komfort als meine kleine Studentenbude. Wir vögeln uns jedes Mal um den Verstand, anders kann man den lustvollen Rausch nicht beschreiben, dem wir uns hingeben. Kein Möbelstück ist vor uns sicher. Wir treiben es miteinander auf der Arbeitsplatte in der Küche, auf dem Esstisch und auf der kleinen Garderobe im Flur. Das Bett muss ebenso für all die heißen Stellungen herhalten, wie das Sofa und der ein oder andere Stuhl. Einmal ficke ich Claudia sogar auf dem Teppich im Wohnzimmer, doch da das Ganze recht unbequem ist, bleibt es bei dem einen Mal.
Nach einem Dreivierteljahr wird sie dann kurzfristig zur Oberstaatsanwältin befördert, was aber mit einer Versetzung verbunden ist. Mir war natürlich von Anfang an klar, dass das mit uns nichts für die Ewigkeit ist. Trotzdem fühle ich mich die erste Zeit nach ihrem Weggang doch einsam. Aber auch das geht vorbei, und ich lerne andere aufregende Frauen kennen.
Wiedergesehen habe ich meine geile Staatsanwältin nie, aber auch heute, nach dreißig Jahren, ist sie immer noch ein Teil meiner erotischen Fantasie, wie auch jetzt, wo ich diese Geschichte beende.

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