Dann zieht Ödnis über den Erdball und das wollen wir doch verhindern. Oder nicht, Süße?“ Marisa kicherte. Sie spürte, dass ihr große Macht winkte, wenn sie dem Deal zustimmte. Es kamen aber auch andere Gefühle in ihr hoch. Marisa dachte an Stiv, den sie vor einer Ewigkeit lieben gelernt hatte. Marisa stand vor einer schweren Entscheidung. Es war vielleicht die schwierigste ihres ewigen Lebens. Zwei wuselige Ratten verließen Laureens Wohnung. Sie rannten eilig durch die Straßen, wobei sie unaufhörlich fiepten. Die klugen Tiere hatten genug gehört. Es war Zeit, einen anderen Ort aufzusuchen. Stiv besuchte indes Gretchen, die ihm seinen Durst vorwarf.
„Du bietest ein schlechtes Vorbild, wenn du jetzt junge Mädchen verwandelst! Linda wurde nicht von mir ausgesucht. Wieso widersetzt du dich den uralten Regeln?“ Stiv deutete eine Verbeugung an. „Entschuldige bitte, Tochter des Mondes! Ich hatte Durst, das ist wahr und ich habe auch dieses Mädchen zu einer der unsrigen gemacht. Linda wird uns nützlich sein und ich sage dir, dass auch du Blut trinken musst. Der indianische Trank geht zur Neige und wir werden auf die alten Gewohnheiten zurückgreifen müssen. Ich akzeptiere deine Führung, Gretchen, aber wenn du mich nicht mehr hier haben willst, werde ich den Tunnel unverzüglich verlassen.“ Gretchen winkte ab. „Blödsinn! Du hast wahrscheinlich recht. Ich werde mich umstellen müssen. Ich will aber trotzdem nicht, dass wir sinnlos Blut vergießen. Der Rausch des Bluts kann ein Problem werden. Denk an die, welche zwei Welten in sich vereinen. Stiv pflichtete Gretchen bei: „Werwölfe bleiben Werwölfe, auch wenn sie den Kuss des Vampirs gespürt haben. Dafür sind sie unfassbar stark und von unbändigem Hunger getrieben. Wir brauchen aber auch diese archaischen Kräfte, falls er zurückkehrt. Schau dir die Ratten an! Sie brauchen kein Internet, um über diese Welt Bescheid zu wissen.
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