Versöhnung(s)Sex

Nach dem großen Sterben – Teil 7

33 5-9 Minuten 0 Kommentare
Versöhnung(s)Sex

Versöhnung(s)Sex

Reinhard Baer

„Denk nicht mal dran! In fünfeinhalb Stunden müssen wir raus. Du glaubst doch nicht, dass du mich dann wach bekommen würdest, wenn du versuchst mich nochmal zu entsaften.“ „Pääh“, sie zog eine Schnute, „behalt das olle Zeug. Wer will das schon?“
Sprachs, drehte sich um und streckte mir ihren nackten Hintern entgegen. Die perfekte Einladung an mich zum … ‚an-sie-schmiegen‘. Ich umfasste sie mit meinen Armen und drückte mich auf der gesamten Körperlänge möglichst dich an sie. Es kann nicht lange gedauert haben, bis wir beide schliefen. Gibt es schöneres als Versöhnungssex?

Mission „house oft he holes“


Pünktlich um 9 Uhr stand Ellen vor der Herberge. Wir waren geblendet von der Helligkeit als wir aus dem Halbdunkel der Spelunke, die sich Herberge nannte, auf die Straße traten. „Komm wir gehen ein Stück, vielleicht haben hier die Wände Ohren.“
Jill links, Ellen rechts an meiner Seite gingen wir die Straße hoch.
„Und was habt ihr euch überlegt?“ Ellen schien sehr aufgeregt.
Ich sagte. „Heute Abend gehen wir rein, du und ich. Jill halten wir da raus. Kannst du noch eine Waffe besorgen? Ich habe nur eine Pistole. Jill und ich machen heute unsere Geschäfte und werden morgen Oklahoma City nach Südwesten verlassen, auf der Interstate 44 in Richtung Lawton. Kannst Du zwei Pferde für Euch beschaffen und könnt ihr ein paar Tage außerhalb der gesicherten Zone überleben?“
„Das kriegen wir hin“, entgegnete Ellen mit fester Stimme, „Pferde und Waffen, das schaffe ich, und wir waren lange draußen auf uns gestellt.“
„Gut, ihr haltet euch dann zunächst westlich, dann nach Süden. Reitet abseits der großen Straßen auf Provincial Highways in Richtung Cogar - Albert – Carnegie – Alden. Wir treffen uns dann in einer Woche in den Wichita Mountains nordwestlich Lawton, genaugenommen an einem Ort der ‚The Holy City oft the Wichitas‘ genannt wird. Die Siedlung ist sehr klein. Wir werden uns nicht verfehlen. Kannst du dir das alles merken? Ich schreibe dir nichts auf.“
„Ja, kriege ich auch hin.“ Ellen wirkte jetzt sehr gefasst.
„O.K., dann zu heute Nacht! Bringe dir ein Tuch mit, um dein Gesicht zu vermummen. Wir treffen uns um 3 Uhr an der Ecke gegenüber dem Bordell. Mach’s gut.“

Ohne weitere Worte fasste ich Jill fester und bog mit ihr nach links in eine Seitengasse ab.
Geschäftlich hatten wir einen guten Tag. Wir konnten unsere Fundstücke aus den Outbacks sehr gut in die Waren eintauschen, die inzwischen in den Outbacks Mangelware waren und hatten diese Geschäfte am frühen Abend fertig. Wir setzten uns vor die Herberge und genossen das Treiben auf den Straßen. Es waren sehr viele Fußgänger unterwegs. Auf der Straße mangelte es aber auch nicht an Reitern oder Frachtwagen, die von zwei oder vier Pferden gezogen wurden. Ab und zu zwängte sich sogar ein Sattelschlepper durch die Straßen. Diese hielten den Handelsverkehr zu den Siedlungsgebieten an der Ostküste aufrecht. Benzin oder Diesel war ansonsten kaum zu bekommen, denn der Treibstoff wurde vor allem für die Landwirtschaft reserviert, um die Ernährung zu sichern.

Wir staunten über das Treiben, hatten seit Jahren nicht so viele Menschen auf einen Haufen gesehen. Als die Sonne unterging, nahm das bunte Treiben merklich ab, erlosch aber nicht gänzlich.
Jetzt waren die Nachtschwärmer unterwegs, die Kneipen und Spelunken aufsuchten, aber auch das ‚Haus der Löcher‘‘ oder andere zweifelhafte Etablissement. Ein paar Anheizer kamen vorbei und warben für irgendwelche Bordelle, Glückspielkneipen, Hundekämpfe, nackte Ladies beim Schlammcatchen und für das „tits and more tits“, eine Oben-ohne-Bar. Manche hielten uns die Reklamezettel direkt vor die Nase, aber wir lehnten in allen Fällen dankend ab.
Wir gingen zeitig auf unser Zimmer. Ich wollte mich noch ein paar Stunden ausruhen, mich sammeln.
Jill bemerkte meine Anspannung. „Kann ich noch was für dich tun, mein Held?“, säuselte sie, aber ich verneinte.
Das hielt sie aber nicht davon ab, mit den Worten „ich denke aber doch. Du brauchst Entspannung, damit du gleich noch etwas Schlaf bekommst“, vor mir auf die Knie zu gehen. Meine Abwehrversuche wirkten vermutlich uninspiriert. Wer hat schon was dagegen, einen geblasen zu bekommen?

Mit großer Fingerfertigkeit hatte sie in Windeseile meine Hose auf und meinen Schwanz zunächst in der Hand und dann in ihrem Mund. Er bekam die gleiche Zuwendung wie am Vorabend, aber als er steif war, kam sie hoch. Vor mir stehend und mich unverwandt anschauend war jetzt ihre Hand am Zuge. Mit festem Griff und routiniert massierte sie meinen Lustknüppel, als ob sie nie etwas anders getan hätte. Es war nicht so, dass ich noch nie einen Handjob bekommen hatte, aber dieses Innige, das dicht Voreinander stehen und die Augen des Partners buchstäblich nicht aus den Augen lassen, das hatte schon was!
Der Saft kochte mir derart schnell hoch, dass ich eben noch „Achtung“ rufen konnte. Jill hatte gerade noch Zeit, einen Schritt bei Seite zu treten, da schoss der Bananensaft schon in fünf, sechs Schüben an ihr vorbei. Die ersten Spritzer schafften bestimmt einen dreiviertel Meter, bevor sie die Wand erreichten und sämig an ihr herunterliefen, während die anderen auf die groben Bodendielen klatschten und die letzten fast auf meinen Stiefelspitzen landeten.
Jill kicherte: „Wo holst du das bloß alles her?“
„Wo holst DU das alles her?“
Sie grinste nur und gab mir einen Kuss. „Jetzt kannst du schön Bubu machen, nicht wahr?“

Wenn ich unseren Sex vom letzten Abend schon für einen Quicke gehalten hatte, war ich jetzt eines Besseren belehrt worden. DAS gerade, meine Freunde, das eben war ein Quicke!
Jedenfalls hatte ich keinerlei Einschlafprobleme und bekam noch ein paar Stunden Schlaf, bevor ich kurz vor drei Uhr aufstand. Ich steckte die Pistole in den Hosenbund, nahm mir den Hut und das Halstuch, dass mich unkenntlich machen sollte und brach auf. Jill begleitete mich noch runter vor die Tür. Dort gab ich ihr einen langen Kuss und letzte Anweisungen: „Sollte ich nicht wiederkommen, ist was schiefgegangen. Dann brichst du um 7 Uhr morgens mit allen Tieren auf und verlässt die Stadt. Reite zum vereinbarten Treffpunkt in die Wichita Mountains … und vergiss nicht die Waffen abzuholen. Hier ist der Beleg.“ Ich steckte ihr die Quittung in ihr hübsches Dekolleté und verschwand in der Nacht.
Bis zum ‚Haus der Löcher‘ war es nicht weit. Als ich dort kurz nach drei ankam, löste sich eine Person aus dem Schatten eines Hauses. Ellen!
„Hi, hast du ne Waffe und ne Maske?“
„Ja“, flüsterte sie.

Wir betrachteten das Gebäude. Die untere Etage lag im Dunkeln. Das ‚Haus der Löcher‘ hatte seit 2 Uhr geschlossen. Im ersten Obergeschoß brannte in allen Zimmern Licht, aber die Gardinen waren geschlossen. Man konnte nicht erkennen wer dort wohnte und was in den Zimmern vor sich ging. Ausnahmslos alle Fenster waren mit massiven Gittern gesichert. Das Gefängnis für die Sexklavinnen! Wir umrundeten das Haus, hatten uns untergehakt, um gegenüber den wenigen Nachtschwärmern möglichst harmlos zu wirken. Auf der Rückseite in einer dunklen Gasse ohne Publikumsverkehr, vollgestellt mit Müllkübeln, entdeckten wir eine Hintertür. Das nächstgelegene Fenster hebelte ich auf. Obwohl ich mich bemühte leise zu sein, sprang es irgendwann mit einem kleinen Knall auf. Wir erstarrten. Hatte man uns gehört? Wir horchten. Alles blieb ruhig, nur in der Ferne jaulte ein Hund.

Mission completed


Ich stieg durchs Fenster ein, landete in einem Vorratsraum. Die Tür zum Gang war nicht verschlossen und ich ging zur Hintertür, um Ellen aufzuschließen, worauf sie sofort reinhuschte. Am Ende des Ganges war links eine Tür und rechts das Treppenhaus aus dem Licht herabfiel. Wir untersuchten zunächst die Tür, um dann umgehend hin durchzuschlüpfen. Nun standen wir tatsächlich im ‚Haus der Löcher‘. Wie tote Augen schauten uns die Durchlässe in den Bretterwänden an, die diesen entmenschten Ort zu dem machte, was er war – eine auf das notwendigste Minimum reduzierte Triebabfuhrstätte, eine Samenmolkerei. Ich fragte mich, ob da morgens wohl noch mal Putzfrauen reingingen um die unübersehbaren Spuren menschlicher Hinterlassenschaft, Sekrete und Körperflüssigkeiten vom Boden aufzuwischen bzw. von den Wänden zu putzen auf denen Teile davon herabgeflossen waren. Wir betraten leise wieder das Treppenhaus.
Oben hörten wir jemand rascheln. Ich wagte mich im Halbdunkel bis zum Treppenabsatz in der Mitte der Treppe und lugte ganz vorsichtig um die Ecke. Ich sah eine massive Stahltür und davor auf einem Stuhl einen Wächter sitzen. Er las im funzeligen Schein einer kleinen Lampe in einem Buch. Neben ihm lehnte eine Waffe, vermutliche eine AR-15, an der Wand. Ich hatte genug gesehen und ließ mich rückwärts langsam die Stufen runtergleiten.
Unten flüsterte ich Ellen ins Ohr: „Du gehst ins ‚Haus der Löcher‘, stellst dich in die offene Tür und rufst zaghaft um Hilfe. Ich stelle mich hier hinter den Mauervorsprung. Kommt er runter, ziehe ich ihm eins über.“
So machten wir es.

Ellen rief, gab sich verwirrt und sagte verlangsamt und in leierndem Tonfall: „Hallo …, ist da jemand? …. Wo bin ich denn hier? …. Warum hat man mich denn eingeschlossen?“
Ich hörte den Wächter aufspringen, nach seinem Gewehr schnappen und die Treppe herunterkommen. Mit angelegtem Gewehr kam er misstrauisch auf Ellen zu. Bevor er was sagen konnte, hatte ich ihn mit dem Griff meiner Pistole niedergeschlagen. Er sackte zusammen und lag am Boden.
„Schnell fesseln und knebeln, wer weiß wie lange er weggetreten ist.“ Ich gab Ellen von den Utensilien ab. Knebel und Seile. Binnen kurzer Zeit war er verschnürt und geknebelt. Es war auch Zeit gewesen, denn er rührte sich wieder und schlug die Augen auf. Mit Angst und Erstaunen in den Augen sah er uns an. Ich hielt ihm meine Pistole an die Schläfe.
„Ist hinter der Tür noch eine Wache?“ Er schüttelte heftig mit dem Kopf.
„Danke!“ Ich kam hoch und sagte zu Ellen: „Los schnell nach oben.“
Im letzten Moment fiel mir ein, dass bestimmt zugeschlossen war. Ich beugte mich noch mal zu dem verschnürten Bündel und tastete ihn ab. In der Hosentasche hatte er ein Schlüsselbund, das ich an mich nahm.
Dann hastete ich Ellen hinterher, die schon ungeduldig vor der Tür wartete. Ich probierte die Schlüssel. Der vierte passte.
„Und was ist, wenn er gelogen hat?“, zischte Ellen.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 2385

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben