Denk immer daran, auch wenn du dich wieder ohne Schmerzen setzen kannst. Ich schätze aber, dass das frühestens in zwei Wochen der Fall sein wird. Mach etwas aus deinem Leben, Tanja! Wenn du Probleme hast, darfst du immer vorbeikommen. Ich bin für meine Schülerinnen da.“
Tanja bedankte sich bei ihrer ehemaligen Lehrerin. Sie fühlte sich wie verwandelt. Eine zentnerschwere Last fiel von ihr ab, die sie die letzten 15 Jahre zu Boden drückte. Sie verabschiedete sich von Frau Wagner, die Tanja dabei herzlich umarmte. Als sie in ihren Wagen stieg, dauerte es fast 10 Minuten, ehe sie eine halbwegs erträgliche Sitzposition fand. Tanja war heilfroh, als sie zuhause ankam und endlich wieder stehen durfte. In der Wohnung zog sie sich rasch den Rock aus. Das Höschen konnte sie auch nicht schnell genug loswerden. Als Tanja das Bild ihres farbenfrohen Popos im Handspiegel betrachtete, wunderte sie nichts mehr. Zwölf gleichmäßige Striemen prangten auf ihren runden Pobacken, die allesamt aussahen, als hätte sie jemand mit einem Lineal gezogen. Tanja ließ sich seufzend ein Bad ein, in das sie eine beruhigende Kräuteressenz träufelte. Sie kniete mehr in der Wanne, als dass sie darin saß. Später war ihr ein Nachthemd angenehmer, als der übliche Pyjama. Tanja verbrachte die Nacht auf dem Bauch liegend. Sie wachte dennoch sehr gut erholt auf.
Früh am Morgen rief sie Holger an. Tanja sagte ihm, dass sie ihn immer noch liebte. Sie entschuldigte sich für ihr aufbrausendes Verhalten ihm gegenüber, beteuerte, dass es ihr leid tat. Holger freute sich über diesen Anruf. Sie verabredeten sich für den nächsten Tag zum gemeinsamen Mittagessen. Tanja spürte eine Welle an schönen Gefühlen, als sie sich Holger gegenüber an den hübsch gedeckten Tisch setzte. Holger erklärte ihr, dass er ihrer Ehe eine neue Chance geben wollte. Tanja war sehr erleichtert, als er sie küsste. Sie wurde nur etwas verlegen, als er sie nach ihrem Sitzkissen fragte…
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