Versunkene Stadt

Amazonengeschichten - Im Land des Nordens - Teil 12

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Versunkene Stadt

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Wie soll ich meine Völker schützen vor den Gefahren? fragte Gal. Aus einer lang vergangenen Zeit finden sich große Reichtümer in den Gewölben der Festung. Für uns ist das viele Gold und Silber wertlos. Wir können es nicht essen und wir können nicht beginnen, mit der Welt dort draußen Handel zu treiben, denn dann würden wir die Räuber und Eroberer anlocken, denen wir nichts entgegen zu setzen haben. Ich könnte mich mit meinem Volk und den Reichtümern vielleicht absetzen in ein blühendes Land, wo wir willkommen wären. Aber das Volk der Affenmenschen könnte dort nicht überleben und wenn wir sie zurücklassen, sind sie noch wehrloser gegen das, was kommt. Sie sind unsere Schutzbefohlenen und von der Unfruchtbarkeit nicht betroffen. Von den Sklavenjägern wären sie begehrt, sobald sie von ihnen wüssten. Sie sind uns unendlich überlegen darin, sich unerkannt zu bewegen und selbst alles auszukundschaften. Aber ihnen fehlt der Weitblick für taktisches und strategisches Denken, für militärische Disziplin. Gefühllose Menschen würden sie verheizen als ungeschützte einfache Truppe. Aber sie lieben uns und wir sie. Wir dürfen ihr urtümliches bedingungsloses Vertrauen nicht enttäuschen. Manche könnten sich vielleicht in den Urwald zurückziehen und dort überleben, aber die meisten würden einfach untergehen, verhungern oder versklavt werden. Für sie sind wir Götter, liebende Götter und für uns sind sie wie Kinder. Sie können nicht alles, was wir können, aber sie sind liebenswerte Geschöpfe. Sie pflegen unsere Alten und Schwachen, hüten unsere Kinder, weil wir den Schutz übernehmen müssen für uns alle, zusammen mit ihren Kriegern, die an unserer Seite über sich hinauswachsen und tapfer und klug ihre Aufgabe bestehen. Wir und sie leben zusammen zum Nutzen aller. Wir lieben unser Leben hier, wir werden es verteidigen.

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