Ja, du hast das gut gemacht und ich habe es erst im Nachhinein erkannt. Ich hab mich dir auch hingegeben, weil du genau wusstest, was du tun musst, um mich so weit zu bekommen, aber Vertrauen kann ich dir nie wieder.“
Holger ließ sich auf die Couch fallen und ich zog die Jacke über.
Ich gewann an Sicherheit und wollte noch einiges wissen:
„Hast du in letzter Zeit ständig Pornos geguckt und dir dabei einen runter geholt? Und sei jetzt ja ehrlich!“
Holgers Gesichtszüge wurden verlegen und er antwortete knapp:
„Ja.“
„Mussten sie immer heftiger sein, damit es dich erregt hat und du überhaupt noch zum Orgasmus kamst?“
Er druckste herum und ich machte eine auffordernde Handbewegung.
„Ja“, kam es kaum hörbar über seine Lippen.
„Genau da liegt dein Problem und deswegen hast du das jetzt auch mit mir gemacht. Standard befriedigt dich nicht mehr und du suchst nach einem immer größeren Kick, doch ich bin nicht deine Sklavin.“
Ich überlegte kurz, wollte aber unbeschadet aus dem Haus kommen und sagte:
„Pass auf: Die nächsten drei Wochen machst du weiter, mit allem, was ich dir anfänglich auferlegt habe. Die Wichserei hört aber auf und Pornos werden keine mehr geguckt. Wenn meine Vermutung stimmt, wirst du dann wieder können, aber ob mit mir, das kommt auf dein weiteres Verhalten an.“
Holger schwieg immer noch und ich fügte hinzu:
„Ich weiß auch noch nicht, wie das auf Arbeit weitergehen soll, denn jetzt steht etwas zwischen uns.“
Da raffte sich Holger endlich zu einer Antwort auf:
„Die nächsten vierzehn Tage brauchst du dir keine Gedanken machen, denn es hat sich heute, nachdem du schon weg warst, entschieden, dass ich ab Morgen die nächsten zwei Wochen unsere Filialen abklappern muss, um einiges zu richten. Ich hoffen das wir dann, wenn sich alles etwas gelegt hat, eine Lösung finden werden.“
„Ach, deswegen hast du gewagt, es heute härter angehen zu lassen, weil du wusstest, es bleibt Zeit um runterzukommen“, stellte ich fest.
„Rosi bitte, lass es setzen und …“
„Wir werden sehen“, fuhr ich ihm über den Mund und strebte der Tür zu.
„Rosi, dein Geld.“
„Für das heute, kannst du nicht genug zahlen“, und mit diesen Worten verließ ich die Wohnung.
Vertrauensmissbrauch
Je oller umso doller - Teil 38
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Vertrauensmissbrauch
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