Victoria am Samstag

Geschichten vom Anfang der Sehnsucht

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Victoria am Samstag

Victoria am Samstag

Stayhungry

Hau rein, was das Zeug hält! Der Kerl gab sein Bestes und Victoria genoss es, einen harten Schwanz tief in sich zu fühlen in harten, groben Stößen! Ja, das war etwas, das sie von eigener Hand eben nicht hinbekam, heißes gieriges Fleisch in heißem gierigem Fleisch! Victoria kam nicht mehr in einem ekstatischen Höhenflug. Aber so willenlos die Dose gehämmert zu bekommen, ließ sie einfach zeitlos genießen, nun ja, eher es angenehm hinnehmen. Irgendwie wollte sie schon mehr, aber ihre Lust tat sich schwer mit einem weiteren
Anlauf, alles war überreizt in ihrem Unterleib und als er dann sehr schnell abspritzte, war's eben vorbei und Victoria irgendwie ganz froh darüber.

Mit dem Schwinden der Erregung und der hektischen Aktivität erlosch auch ihre triebhafte Geilheit und eine triste, eigentlich nicht wirklich angemessene Ernüchterung machte sich breit in ihr. Den Kerl jetzt verträumt anzuschmachten, war das letzte, wonach ihr zumute war. Sie hatte nur mit kritischem Blick kontrolliert, ob der Gummi gehalten hatte. Hatte er, also wenigstens damit keine Probleme. So schlecht war der Fick ja gar nicht gewesen, aber der Typ war tatsächlich ziemlich angetan von ihr, seiner gutaussehenden jungen Eroberung, und schien schon jetzt selbstgefällig an ein nächstes Mal zu denken. Daran war Victoria aber eben nicht gelegen. Wortlos stand sie auf, zog sich an und verabschiedete sich knapp von ihrem Fritz-Heinz-was-weiß-ich. „Vielleicht“ antwortete sie auf seine Frage nach einem Wiedersehen, ich weiß ja, wo ich dich finde! und zog die Tür schnell hinter sich ins Schloss.

Irgendwie hatte sie sich mit diesem banal triebhaften Ende den ganzen Tag voller ästhetischer und sinnlicher Höhepunkte versaut. Da wäre es wohl noch besser gewesen, Herrn Fuhrmann in eine Falle zu locken, der er gar nicht hätte entrinnen wollen. Aber abgesehen von der Unmöglichkeit, einen nibelungentreuen Ehegatten zu nächtlicher Stunde von der Seite seiner Ehegöttin loszueisen, hätte ihn sicher nach lustvollem Vollzug der Kater des schlechten Gewissens geplagt. Und darüber hinaus würde er wohl eine verzweifelte und schwer einzudämmende Anhänglichkeit entwickeln, die ihr alles andere als angenehm und gewinnbringend wäre. So sehr sie in ihm auch einen aufrichtig interessierten und engagierten Liebhaber erwarten konnte, so wenig konnte sie die damit einhergehenden problembeladenen Umstände gebrauchen.

Das nächste Mal würde sie weiter und intensiver von eigener Hand ihre Höhenflüge anstreben, schwor sie sich. Und sie würde nicht mehr schwachwerden und der Versuchung verfallen, sich in die Niederungen einer banalen, triebgesteuerten Paarung zu begeben. Sie würde sich selbst sinnlich erleben in kultivierter Schönheit und anheimelndem Ambiente, bis er endlich gebacken war, nur für sie, dieser romantische, verführerische, einfühlsame, leidenschaftliche Sexgott-Adonis!       .

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