Drei Räume, in dem einen die Theke, in dem anderen ein Billardtisch, im Dritten ein paar Tische und Sitzgelegenheiten. Die Wände waren voller Graffiti, das Licht dunkelrot, die Musik laut und nichtssagend. Er blieb unschlüssig in der Eingangstür stehen. Sollte er hier ein Bier trinken oder doch lieber wo anders? Doch das Mädchen hinter der Theke hatte ihn schon erspäht, sie war besonders klein, dafür besonders vif und sehr schnell. One beer? Das Bier in Victoria Hill war sehr gut und vergleichsweise billig. Sie stellte das gefüllte Glas auf die Theke, neben das von Sokuntha und dann saß er neben Sokuntha und dort blieb er den ganzen Abend sitzen und alles andere ergab sich. Sokuntha sprach einigermaßen Englisch, sodass ein Gespräch zustande kam. Sie redeten über dies und das und tranken eifrig Bier. Sokuntha konnte anscheinend eine Menge vertragen und auch er hatte nach dem langen Tag großen Durst. Mit Sokuntha in Kontakt zu kommen war einerseits ganz einfach, sie war durchaus aufgeschlossen und zu nichts abgeneigt, wie er im Laufe der Zeit merkte. Andererseits war es dennoch schwierig, denn neben ihr saß eine Freundin und die war lesbisch, wie er später erfuhr. Sie versuchte sich immer in die Unterhaltung einzumischen, obwohl sie kein Wort Englisch sprach. Sokuntha sollte übersetzen und als sie merkte, wie er und Sokuntha sich unaufhaltsam näher kamen, fing sie an, ganz heftig an ihrer Freundin herumzufummeln. Sie legte ihren Arm um ihre Schulter, gab ihr Küsse auf die Wangen, dann versuchte sie auch ihren Mund zu küssen und schließlich begann sie ganz unverhohlen an ihren Brüsten herumzuspielen, bis es Sokuntha zu bunt wurde, ihr einen Klapps auf die Finger gab und auf sie ein schimpfte. Beleidigt verließ die Freundin den Platz an der Theke und suchte sich eine andere Genossin für ihre Spielchen. Jetzt hatte er freie Fahrt und legte seine Hand auf ihre Schulter.
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