Doch bis zu der Bar schaffte er es nicht, denn auf einmal, quasi aus heiterem Himmel, was jedoch nicht stimmte, es war einfach zu dunkel, als dass er es bemerkt hätte, fing es wieder an zu regnen, und wie. Ein richtiger Wolkenbruch setzte unvermittelt ein und er schaffte es gerade noch unter ein Vordach. Gegenüber war eine Hofeinfahrt und von dort schimmerte ein grünes Licht, das ihm bisher noch nicht aufgefallen war. Ein Massagesalon, da war er sich sicher, dort konnte er den Regen besser abwarten als unter dem schmalen Vordach, das zu wenig Schutz bot. Ein kurzer Spurt, ein paar Sekunden im strömenden Regen und dann wäre er im Trockenen. Er rannte los, überquerte die Straße, bog in die kurze Einfahrt ein und richtig, wenige Meter vor sich war der Salon. Im Hof saßen natürlich keine Mädchen, dafür aber im Eingangsbereich. Sie schnatterten aufgeregt durcheinander, als ein Gast bei diesem Wetter so unerwartet eintrat. Die Frau, die hinter der Rezeption stand, kam sogleich auf ihn zu. Sie war deutlich älter als die Mädchen, eine reife Frau, aber ganz hübsch, immer noch schlank, mit langen, schwarzen Haaren und sanften Mandelaugen. Ob er nicht sein T-Shirt ausziehen wolle, damit es trocknen könne und ob er nicht Lust auf eine Massage habe. Nur 10 Dollar für eine Stunde.
Dass eine Massage gebucht wurde, war klar. Natürlich hätte er sagen können, er wolle nur abwarten, bis der Regen aufhört. Man hätte ihn sicher nicht hinaus geschickte in das Inferno, das sich gerade austobte, aber plötzlich hatte er Lust bekommen, sich kneten und walken zu lassen. Es wäre bestimmt keine Fehler, auch zum Abschluss seines kurzen Aufenthalts, seinen Körper noch einmal verwöhnen zu lassen. Es ging nur noch darum, welche Art von Massage. Die Frau war schon dabei, die verschiedenen Variationen aufzuzählen, von der Fußmassage über die Ganzkörpermassage mit und ohne Öl bis zu einer schnellen, einfachen Kopfmassage, während sie das T-Shirt auf eine Leine im hinteren Teil des Raums hängte.
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