Villa gesucht

Eine nicht alltägliche Ehe - Teil 10

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Grauhaariger

Olivia nickte mehrmals kurz mit dem Kopf. In diesem Moment ertönte das „pling“, die Aufwärtsbewegung stoppte und die Türen öffneten.
„Komm!“ Martin nahm seine Frau an der Hand, öffnete mit seinem Fingerabdruck die Wohnungstüre und stürmte mit Olivia in den Gang. Liv war schon gleich nach dem Besiegeln des Hauskaufes klar, dass sie Sex wollte. Und Martin wusste das auch. Das musste gefeiert werden! Stumme Zeichen zwischen den Liebenden flogen hin und her. Und jetzt drückte Martin seine Olivia an die Wand und verlangte nach einem Kuss.
„Spielzimmer oder Schlafzimmer?“
„Ehebett natürlich! Wir werden jetzt eine brave Familie!“ Beide lachten lauthals. „…und nur im Dunkeln!“

*****

Mit den Sommers war vereinbart, dass sie alle Gegenstände wie Möbel, Dekoteile, Leuchten und sonstigen Krimskrams in der Villa zurücklassen konnten, die sie nicht mit in ihre neue Wohnung in das Seniorenstift nehmen wollten. Unser Paar würde sich um eine weitere Verwendung oder schlimmstenfalls die Entsorgung kümmern.
Nach dem Notartermin, an dem die Liegenschaft in den Besitz von Olivia und Martin Andersson überschrieben wurde, entführte Martin seine Frau in das eben erworbene Anwesen. Sie wollten noch einmal in Ruhe alles Durchsehen und damit beginnen, Dinge, die vielleicht später einmal Verwendung finden könnten, in der Garage zu deponieren. Natürlich blödelten die Beiden auch ein wenig herum.
In einer Truhe in einem der Dachgeschoßzimmer fanden sie unter anderem mehrere venezianische Gesichtsmasken. Alle waren sie in durchsichtigen Plastikbeuteln verpackt und mit Artikelbezeichnungen versehen. Es gab da zum Beispiel „Notturna“ oder „Onesta“, die „rot-brighella Ledermaske“ oder auch die „blaues Felix Katzenmaske“.
„Komm, setz mal auf!“ Olivia hielt Martin „Das Gesicht der Dunkelheit“ hin. Eine Maske in Schwarz und Gold gehalten, die das ganze Gesicht verdeckt, nur die Augen ausspart und mit Riemchen gehalten wird.

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