Villa gesucht

Eine nicht alltägliche Ehe - Teil 10

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Grauhaariger

Für sich selbst suchte Liv eine ebenso gesichtsbedeckende Maske, die „Theodora“, aus und legte sie an. Beide Masken waren aus presspappeähnlichem Material und überhaupt nicht schwer.
Olivia bewegte sich ein wenig mondän, bevor sie von Martin, dem Gesicht der Dunkelheit, zu einem Tanz geführt wurde.
Nach ein paar Drehungen sowie Vor und Zurück-Schritten hielt Martin seine Frau an der Hand und meinte mit tiefem Ton: „So Theodora, ich wünsche, dass Sie sich jetzt entkleiden!“
Gespielt erschrocken, die Hand kurz an den Mund der Maske geführt jedoch ohne einen Laut von sich gebend, distanzierte sich die Angesprochene von dem Herrn der Dunkelheit.

Sie bewegte ihre Hand wie eine Welle und deutete einen Hofknicks an. Olivia lächelte unter der Maske. Aber das konnte Martin nicht sehen…
Theodora entfloh in das Zimmer nebenan, welches scheinbar zur Beherbergung von Gästen diente. Dieses war noch vollständig eingerichtet mit Schrank, Bett, einer Kommode und verlegtem Teppichboden. Der Herr der Dunkelheit folgte. Unter seiner Aufsicht zog sich die maskierte Dame den leichten Pulli über den Kopf. Der Herr der Dunkelheit nickte anerkennend. Denn Theodora stand nun barbusig, mit gesenktem Kopf vor ihm.
Ihr Galan hob das Kinn der Dame an, so dass sie wieder aufsah. Mit erhobenem Zeigefinger, was so viel wie: Ich dulde keinen Widerspruch; bedeuten sollte, richtete der Herr der Dunkelheit diesen ausgestreckten Finger nun auf Theodoras Beinkleid. Ein kurzer Abwärtsstrich zeigte unmissverständlich den Willen des Herrn an.
Olivia fand dieses Spiel mit den Masken sagenhaft. Es war so leicht, vor allem da Martin nun auch nichts mehr sagte, sich einen Fremden unter der Maske vorzustellen. Oder wenigstens Zweifel über die Person aufkommen zu lassen, die sich darunter verbarg.
Liv nickte bedächtig und deutete dem Maskenmann, sich zu drehen.

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