Viva la France

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Viva la France

Viva la France

Eros Poet

„Du kannst uns vertrauen“, widersprach ihr Oscar fröhlich und frech, „wir sind so brav und harmlos wie eine Kirchenmaus“. Nicole musste um Fassung ringen. „Und morgen kommt der Weihnachtsmann“, sagte sie leise und spaßeshalber mit dem Finger drohend.

Die drei hatten sich über den Tag angefreundet und als sie Nicole eine gute Stunde später mit ihrem Auto zum Hotel brachte, tat es ihr schon etwas leid, die gemeinsame Zeit nun enden lassen zu müssen, doch sie war sich in und bei ihrem Tun absolut sicher. Mehr ging nicht und mehr kam für sie auch nicht Frage. Wobei es ihr wirklich schwerfiel, sich von den beiden loszueisen.
Also fuhr sie den Wagen kurz auf einen Parkplatz, um sich von den beiden zu verabschieden. „Und du willst ganz sicher nicht noch einen letzten Drink mit uns nehmen?“, fragte Louis mit einem hoffnungsvollen Blick in seinem Gesicht. „Ich würde gerne, aber ihr wisst doch, wie das aussieht“, antwortete Nicole ehrlich. „Es ist besser, wenn ich jetzt artig nach Hause fahre!“, sagte sie, aber Oscar schüttelte den Kopf. „Wer spricht denn von unserem Zimmer? Die haben da unten eine kleine, nette Bar. Komm schon, auf ein letztes Adieu“. Nicole schüttelte lächelnd den Kopf. Der hübsche und knackige Franzose hatte es geschafft. Sie gab ihren beiden Begleitern nach. Warum auch nicht? Die beiden Männer waren so lieb und nett zu ihr gewesen, sie hatten sich diesen letzten Moment mit ihr wirklich mehr als verdient.

Wenige Minuten später saß man so gemeinsam am Tresen der kleinen, dunklen, aber urigen Bar und es kam, wie es kommen musste, aus einem Cocktail wurden zwei, dann drei und am Ende immer mehr.

Nicole, die bislang äußerst anständig und zurückhaltend geblieben war, ließ es bezaubert von der so heißen Sommernacht und den beiden süßen Franzosen zu, auf deren so sympathisches Flirten einzugehen. „Louis, lieber Louis, was macht denn deine Hand auf meinem Kleid oder noch genauer auf meinem Bein?

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