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Apard war derart begeistert von der Leistung seiner Dienerin, dass er ihr sogar höchst selbst das Frühstück auf die Kammer brachte. Nefret war völlig erschöpft und spürte jeden Muskel. Aber die Arbeit hatte ihr gefallen, denn der Römer war ein Kerl nach ihrem Geschmack.
Dankbar lächelte sie ihren Brotherren an, als er das Tablett auf ihrem Bett abstellte.
‚Der Alte Knabenfreund ist gar nicht so übel‘, ...dachte die Bauerstochter bei sich, als sie sich noch einmal gähnend streckte, bevor sie mit dem Frühstück begann. ‚Ich hätte es wirklich schlechter treffen können.‘
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Die Zeit als „Kontordienerin“ gestaltete sich für Nefret weitaus angenehmer, als sie es bei ihrer Ankunft einst erwartet hatte. Alles andere, als unmenschliche Sklaverei. Sie hatte sogar einen freien Tag pro Woche und besaß das uneingeschränkte Vertrauen ihres Herren. Weit mehr also, als sie je auf dem väterlichen Hof zu hoffen gewagt hätte.
In ihren freien Stunden, und davon gab es mehrere am Tag, lernte sie unter Apards Anleitung im Kontor die Grundrechenarten. Der liebenswürdige Schreibsklave unterrichtete sie sogar in seinen freien Stunden im lesen und schreiben. Dabei saß die hübsche Schwarzhaarige folgsam auf seinem Schoß, was manchmal zu gewissen Verhärtungen seinerseits führte. Und das war Nefret gar nicht so unangenehm. Denn so hatte sie eine Währung, in der sie den jungen Mann für seine Mühen entlohnen konnte. Und diese Entlohnung geschah durchaus zum beiderseitigen Vergnügen. Denn der Schreiberling war weit weniger warm, als es die Loyalität gegenüber seinem Herren vermuten ließ.
Doch im Hinblick auf seinen Bettbuben, konnte der sonst so großzügige Handelsmann verdammt eifersüchtig werden.
Eines schönen Nachmittags bekamen die beiden Dienstboten daher auch die unangenehme Seite des Griechen zu spüren. Denn er hatte sie wild ineinander verkeilt, kurz vor dem Höhepunkt erwischt. Zur Peitsche hatte er gegriffen. Wahllos hatte er auf ihre nackten Leiber eingedroschen; ...und sie schmerzlich daran erinnert, dass sie immer noch Sklaven ihres Herren waren. Doch dann wich sein anfänglicher Zorn einer tiefen Traurigkeit, die fast noch schlimmer war. Das traurige Schweigen war weit furchtbarer als die Peitsche.
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