Sie tat es ganz beiläufig, als geschähe es rein unterbewusst. Herr Berger konnte seine Augen kaum von ihr abwenden. Verena besaß ein überaus anziehendes Hinterteil, das die enge Jeans ins rechte Licht rückte. Er sah ihr lange nach.
Zuhause stürmte Maria gleich ihrer Mutter entgegen. Sie wollte wissen, was passiert war. Maria zeigte sich nicht begeistert, als ihr Verena mitteilte, den Lehrer nicht anzeigen zu wollen.
„Aber Mama! Das kannst du dem Berger doch nicht durchgehen lassen.“, maulte sie.
Verena Stark schenkte ihrer Tochter einen misstrauischen Blick. Ihr mütterliches Bauchgefühl sagte ihr, dass das Mädel nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Ihre Stimme klang fest und ruhig.
„Ria, ich habe mich lange mit deinem Lehrer unterhalten. Er sagte mir, dass du regelmäßig zu spät kommst und dazu noch eine große Klappe hast. Du hast es übertrieben und Herr Berger ebenso.
Er versprach mir, dass so etwas nicht mehr passieren wird! Und du versprichst mir nun, dass du fortan pünktlich sein wirst, und auch auf deine frechen Redensarten verzichtest! Ich sag es Dir ehrlich, mein Schatz. Vielleicht hätte ich dich selbst mal übers Knie legen sollen. Verdient gehabt, hättest du es allemal! Also benimm dich in Zukunft und sieh zu, dass du das Abi schaffst!“
Maria sah ein, dass ihre Mutter sich entschlossen hatte, Herrn Berger nicht bei der Schulleitung zu melden. Es schien ihr sinnvoll, im Moment lieber den Mund zu halten und diese Entscheidung zu akzeptieren. Nicht dass Verena noch auf dumme Ideen kam! Einmal den Hintern voll bekommen zu haben, reichte ihr eigentlich. Mit einem missmutigen „Menno“ verkrümelte sie sich in ihr Zimmer.
Verena dachte an den neuen Lehrer ihrer Tochter und an dessen besondere Erziehungsmethoden. Herr Berger machte sie unglaublich neugierig, wie sie sich eingestehen musste. Konnte er wieder etwas Schwung in ihr eingeschlafenes Liebesleben bringen?
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