Er wäre wahrscheinlich zerquetscht worden, wenn nicht ein einfaches physikalisches Gesetz zur Anwendung gekommen wäre: Eine bewegte schwere Masse trifft auf ein Hindernis und dieses gibt nach. In diesem Fall geben die Holzleisten nach, auf denen der Sprungfederrahmen ruht, sie brechen oder die Nägel oder Schrauben lösen sich, wie dem auch sei, der Rahmen, die Matratze, das Laken, der Mann und die dicke Frau liegen plötzlich auf dem Fußboden, eingerahmt von dem Bettgestell, das heil geblieben ist. Die Dicke schreit laut auf vor Überraschung, er schreit aus Angst, verletzt zu werden, und die Dünne schreit, weil sie genau in diesem Moment kommt und sich nicht mehr beherrschen kann und weil sie immer schreit, wenn sie einen Orgasmus hat.
Ein wildes Chaos im Schlafzimmer! Aber die Dicke hat zumindest ein Ziel erreicht, sie liegt auf dem Mann, ihr üppiger Leib liegt auf seinem dünnen, die Brüste bedecken seinen Oberkörper, die Hüften nehmen seinen Unterkörper gefangen, die mächtigen Oberschenkel sind wie zwei Schraubzwingen, ihre Arme, die versuchten, den Sturz aufzufangen, sind etwas grotesk verrenkt, aber alles ist in Ordnung mit ihr. Zum Glück auch mit ihm, seine Fahnenstange ist heil geblieben, sie ist zwar nicht dort, wo sie sein sollte, aber sie ist immerhin noch da und, wie sich später zeigen sollte, auch noch funktionsfähig. Nur leider kommt sie nicht mehr zum Einsatz, denn nachdem die Wucht des Angriffs verpufft ist und alle Drei sich der seltsamen Situation bewusst sind, fängt das Aufstehen und Aufräumen an. Die Dünne, ohnehin soeben fertig, eilt rasch herbei, um ihrer Freundin zu helfen, das Bettgestell zu verlassen. Sie zerrt an ihr, während die Dicke versucht, sich mit den Händen abzustützen, um aufstehen zu können oder um zumindest das kaputte Bett zu verlassen.
Was für ein Chaos!
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